US-Unternehmen wollen Windows XP behalten – auch nach Supportende

2. November 2010, 04:52
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Patches? Wozu?

Patches? Wozu?
Das US-Marktforschungsunternehmen Dimensional Research hat rund 950 IT-Verantwortliche von US-Unternehmen, die noch Windows XP einsetzen, dazu befragt, wann sie auf ein anderes Betriebssystem wechseln werden. Das erstaunliche Resultat: Fast die Hälfte davon, nämlich 48 Prozent, erklärte, dass sie gegenwärtig planen, auch noch nach dem endgültigen Supportende im April 2014 an XP festhalten zu wollen. Der normale "Mainstream"-Support für XP ist bereits letztes Jahr ausgelaufen. Seither liefert Microsoft in der "Extended-Support"-Phase noch Sicherheits-Updates sowie Zusatzsupport für Inhaber eines kostenpflichtigen Abonnements.
Die Dimensional-Research-Mitarbeiterin Diane Hagglund erklärte gegenüber der US-Ausgabe von 'Computerworld', dass man über dieses Resultat sehr erstaunt gewesen sei, insbesondere, da sich nicht nur Kleinunternehmen an XP klammern: "Wir haben auch eine Reihe von grossen Finanzinstituten und Industrieunternehmen gefunden, die auch ohne Support bei XP bleiben wollen."
Aus den Begründungen schliesst Hagglund, dass viele IT-Abteilungen XP schlicht "sehr sehr gut" finden und an dem gut funktionierenden Betriebssystem nichts ändern wollen. "Die IT ist glücklich mit XP."
Diese Haltung scheint aber vor allem aus dem Aspekt der Sicherheit bedenklich, da es nach Supportende wie erwähnt keine Security-Patches mehr geben wird. Diane Hagglund glaubt denn auch, dass genau dies auch die grössten XP-Liebhaber in spätestens vier Jahren zu einem schnellen Umdenken bewegen wird: "Ich denke, so etwa sechs Monate nach Supportende werden sie dann doch ziemlich schnell umstellen, weil sie realisieren, dass ihre Systeme immer verwundbarer werden, wenn sie nicht gepatcht werden." (hjm)

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