USA äussert erstmals konkrete Vorwürfe gehen Huawei

12. Februar 2020, 16:21
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Huawei soll für Strafverfolgungsbehörden vorgesehene Schnittstellen nutzen, um selbst zu lauschen.

Die US-Regierung hat erstmals etwas konkretere Details zu ihren Vorwürfen gegen den chinesischen Netzwerk-Ausrüster Huawei öffentlich gemacht. Amerikanische Regierungsbeamte sagten dem 'Wall Street Journal', Huawei könne heimlich über eigentlich für Sicherheitsbehörden vorgesehene Schnittstellen auf Netze zugreifen.
Den US-Regierungsbeamten zufolge zeigten die Geheimdienst-Erkenntnisse, dass Huawei über die Fähigkeiten seit mehr als einem Jahrzehnt verfüge. Die USA hätten im vergangenen Jahr unter anderem Grossbritannien und Deutschland darüber informiert, schrieb die Zeitung.
Die jüngste britische Entscheidung, Technik von Huawei beim Ausbau der zukunftsträchtigen 5G-Netze zuzulassen, aber aus sicherheitsrelevanten Kernbereichen herauszuhalten, sei mit Kenntnis der amerikanischen Informationen erfolgt.

Aktivitäten würden sofort auffallen, sagt Huawei

Huawei wies die Vorwürfe rundum zurück. Huawei erklärte der Zeitung, der Konzern unternehme nichts, was die Sicherheit von Daten gefährden würde und werde dies auch in Zukunft nicht tun.
Ein ranghoher Vertreter der Firma bestritt zudem grundsätzlich, dass die erwähnten Überwachungs-Schnittstellen ohne Erlaubnis des Netzbetreibers genutzt werden könnten, denn dies würde sofort auffallen. Die gesetzlich vorgesehenen Überwachungs-Schnittstellen dürfen nur von Behörden und auf richterlichen Beschluss genutzt werden.

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