USA: Hacktivistengruppe "schiesst" auf Sheriffs

8. August 2011, 10:10
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Der Kampf zwischen Hackern, beziehungsweise genauer gesagt politisch motivierten Hackergruppen à la "Anonymous" oder "LulzSec" und Justizbehörden scheint zu eskalieren.

Der Kampf zwischen Hackern, beziehungsweise genauer gesagt politisch motivierten Hackergruppen à la "Anonymous" oder "LulzSec" und Justizbehörden scheint zu eskalieren. Eine Gruppe namens "AntiSec" hat am Samstag unter dem provokativen Titel "Shooting Sheriffs Saturday Release" rund 10 Gigabyte an Daten, die von Servern der US-Polizei gestohlen wurden, im Internet veröffentlicht. Darunter finden sich persönliche Daten, E-Mails, Files über Ausbildungen, die Daten von Informanten, Sozialversicherungsnummern und Kreditkartennummern von Sheriffs.
Letztere haben die Hacker nach eigenen Angaben auch gleich benützt, um Geld an Organisationen wie die Electronic Frontier Foundation oder die American Civil Liberties Union zu "spenden". Die Aktion ist laut AntiSec als Vergeltung für die Verhaftung eines Mitglieds der Hackergrupe LulzSec vor knapp zwei Wochen in England gedacht. Man wolle zudem Solidarität mit verhafteten Mitgliedern der Gruppe Anonymous und anderen "politischen Gefangenen" zeigen.
Militant und hämisch
Der Ton im Statement der Hacker ist militant. Man hege "keinerlei Sympathie mit den Polizisten oder Informanten, welche durch die Veröffentlichung der persönlichen Informationen gefährdet sein könnten", heisst es darin beispielsweise. Man wolle damit die "inhärent korrupte Natur der Polizeibehörden" demonstrieren und hoffe auf Demütigungen, Entlassungen und vielleicht sogar Anklagen gegen einige der Beamten.
Die Hacker schildern in hämischem Ton, wie leicht ihnen der Datenklau gefallen sei, sogar nachdem er bemerkt wurde. Den Hackern gelang es zuerst, Zugriff auf das Netzwerk eines Hosters zu erlangen, der Sites der Sheriff-Organisation betreibt. Dieser nahm kurz darauf die Sites vom Netz, stellte sie aber einige Tage später, nun auf neuen Servern laufend, wieder online. Laut den Hackern brauchten sie weniger als eine Stunde, um auch die neuen Server unter ihre Kontrolle zu bringen, weil die "Hintertüren" die sie auf den alten Servern eingerichtet hatten auch auf die neuen Server kopiert worden seien. (hjm)

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