USA verlängern Ausnahmeregelung für den Handel mit Huawei

11. März 2020, 10:04
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Die Ausnahmeregelung wurde bis Mitte Mai verlängert. Die US-Sanktionen treffen den Konzern dennoch.

Die US-Regierung hat erneut eine Ausnahmeregelung für den Handel mit dem chinesischen Netzwerkausrüster Huawei um 45 Tage verlängert. Die Frist laufe nun bis zum 15. Mai, teilte das US-Wirtschaftsdepartement mit.
Vergangenen Mai hatte die US-Regierung den Huawei-Konzern auf eine schwarze Liste gesetzt. Damit ist es US-Unternehmen verboten, Geschäfte mit Huawei zu machen. Die US-Regierung wirft dem chinesischen Konzern vor, im Auftrag der Regierung in Peking zu spionieren. Das chinesische Unternehmen weist die Vorwürfe von sich.
Da diverse US-Unternehmen weiterhin von Huawei abhängig sind, führte die US-Regierung eine Ausnahmeregelung ein. Dank dieser dürfen sie teilweise Geschäfte tätigen. Dennoch wird erwartet, dass das Exportverbot den chinesischen Netzwerkausrüster und Hardwarehersteller hart treffen wird.
Einem Bericht von 'The Information' zufolge, rechnet Huawei im laufenden Jahr mit einem um 20 Prozent rückläufigen Smartphone-Absatz. Als Begründung werden die US-Sanktionen angegeben, die das Unternehmen daran hindern, auf das Android-Ökosystem zuzugreifen. Ein weiterer Grund sind die Auswirkungen der Verbreitung des Coronavirus. "Das ist ein doppeltes Problem", sagt ein anonym bleibender Manager der Huawei-Abteilung für Unterhaltungselektronik gegenüber 'The Information' (Paywall). Huawei hat den Bericht nicht kommentiert.
Der Absatz von Huawei in China bleibe stabil, aber das internationale Geschäft sei gefährdet – insbesondere aufgrund des Mangels an Apps, die Huawei anbieten kann. Denn wegen der Sanktionen könne Huawei weder Google Apps wie Gmail, Chrome oder Youtube noch andere in den USA hergestellte Apps wie Facebook, Instagram, Twitter und viele weitere im eigenen App Store führen, schreibt 'Ars Technica'. Das internationale Geschäft macht laut diesem Bericht rund 40 Prozent des Smartphone-Absatzes von Huawei aus.

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