USA veröffentlichen Plan zur zukünftigen Datenstrategie

6. Juni 2019, 09:37
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Die Trump-Administration hat einen Entwurf des "Year-1 Action Plan" zur Umsetzung der Datenstrategie der USA veröffentlicht.

Die Trump-Administration hat einen Entwurf des "Year-1 Action Plan" zur Umsetzung der Datenstrategie der USA veröffentlicht. Der Plan skizziert Schritte, um "eine solide Basis von Tools, Prozessen und Kapazitäten zu schaffen, um Daten als strategisches Kapital zu nutzen".
Der Aktionsplan umfasst sechs Massnahmen, die von allen Behörden durchgeführt werden müssen, sowie zehn weitere, die einzelnen Ämtern zugewiesen wurden. Die sechs Massnahmen für alle Behörden lauten:
– Verbesserung der Datenressourcen für Forschung und Entwicklung im Bereich der künstlichen Intelligenz bis Februar 2020
– Einrichtung eines Data Governance Gremiums bis September 2019
– Bewertung der Daten und der damit verbundenen Infrastrukturreife bis Mai 2020
– Ermittlung von Möglichkeiten zur Verbesserung der Mitarbeiterdatenkompetenz bis Mai 2020
– Ermittlung der Daten, die zur Beantwortung wichtiger Fragen der Behörde bis August 2020 benötigt werden
– Identifizierung prioritärer Datensätze für offene Datenpläne bis August 2020
Weitere Aktionen sind die Einrichtung eines Agency Data Councils durch das Office of Management and Budget bis November 2019. Dieses soll die Entwicklung und Umsetzung der Informationspolitik übergreifend koordinieren und Leitlinien für Datenstandards erstellen. Andere Ämter sollen ein Datenschutz-Toolkit entwickeln, das Finanzmanagement und den Standard für Geodaten verbessern.
Die General Services Administration (GSA) soll ein Data Ethics Framework schaffen und dafür mit Wissenschaftlern, Berufsverbänden und Interessengruppen des Bundes zusammenarbeiten. So sollen Entscheidungsgrundlagen und Überlegungen für die Verwaltung und Nutzung ethischer Daten geliefert werden.
Weiter soll die GSA ein Repositorium an Werkzeugen und Ressourcen zur Umsetzung der Datenstrategie erstellen und ein Pilotprojekt für eine regierungsweite Datenkatalogplattform mit einer gemeinsamen Codebasis und Cloud Hosting lancieren.
Federal CIO Suzette Kent erklärte gemäss der auf Behördennews spezialisierten Website 'FCW', das Endziel bestehe darin, den Behörden die Nutzung ihrer Daten zu ermöglichen, "um zu informieren, wie wir die Regierung verwalten – wie wir Humankapital, finanzielle und andere Ressourcen einsetzen, aber vor allem, wie wir der Mission und unseren Bürgern besser dienen".
Die Ausarbeitung der Datenstrategie wurde zeitweise durch die Budgetdebatte Anfang Jahr und den United States Federal Government Shutdown gebremst. Eine endgültige Fassung des Aktionsplans wird im September 2019 erwartet. (paz)

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