USA wollen den ersten "Exascale"-Computer

20. März 2019, 15:22
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Das Argonne National Laboratory des US-amerikanischen Energiedepartements wird bald den leistungsstärksten Supercomputer beherbergen: Mit dem Aurora genannten Supercomputer sollen Exaflop-Berechnungen möglich sind.

Das Argonne National Laboratory des US-amerikanischen Energiedepartements wird bald den leistungsstärksten Supercomputer beherbergen: Mit dem Aurora genannten Supercomputer sollen Exaflop-Berechnungen möglich sind. Er soll also 10 hoch 18 oder eine Milliarde Milliarden Berechnungen pro Sekunde ausführen können.
Geliefert wird der Supercomputer von Intel und Cray voraussichtlich 2021 in einem Deal, der über 500 Millionen Dollar schwer ist.
Im inoffiziellen Rennen mit China um den schnellsten Computer der Welt hätte damit die USA weiterhin die Nase vorn, nachdem China die Liste viele Jahre angeführt hat. Aber auch China will 2020 oder 2021 über einen Exaflop-Supercomputer verfügen. Der aktuelle leistungsstärkste Supercomputer steht im Oak Ridge National Lab in den USA. Er erreicht eine Spitzenleistung von 200 Petaflops pro Sekunde.
Das Aurora-System sei gemacht sowohl für traditionelles High Performance Computing wie auch für Artificial Intelligence. Wissenschaftlern werde ein "einzigartiges Instrument in die Hände gelegt, um Probleme anzugehen", schreibt Intel in einer Mitteilung. "Stellen Sie sich einen Computer vor, der so leistungsfähig ist, dass er zukünftige Klimamuster vorhersagen könnte. Er kann jede Aktivität einer Krebszelle auf der subatomaren Ebene mit einer solchen Genauigkeit simulieren, dass wir sie effektiv heilen oder eine personalisierte Behandlung schaffen könnten", sagte Paur Kearns, Direktor des Argonne Laboratory. Zum Einsatz kommen soll Aurora etwa für Weltraumsimulationen oder um Prognosen für die Reaktion auf Medikamente sowie präzise Wettervorhersagen zu erstellen.
Aurora werde über 200 Racks füllen. Im Kern stecken Intels künftige Xeon- sowie Xe-Prozessoren und die Cray-Technologien "Shasta" und "Slingshot". Weiter Informationen hierzu gibt es auf der Website des Argonne Labs. (kjo)

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