User haben die Wahl: 'Ballot Screen' auch bei Office

7. August 2009, 14:48
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Anwender von Microsoft Office 2010 sollen selber entscheiden können, welches Dateiformat sie standardmässig verwenden wollen.

Anwender von Microsoft Office 2010 sollen selber entscheiden können, welches Dateiformat sie standardmässig verwenden wollen.
Kürzlich hat Microsoft dem Druck der EU-Kommission nachgegeben und angekündigt, dass Windows 7 mit einem sogenannten "Ballot Screen" ausgestattet sein wird, womit die User den gewünschten Webbrowser wählen können. Ein Auswahlfenster soll es nun laut US-amerikanischen Medien auch bei Office 2010 geben – und zwar im Bezug auf das Dateiformat.
Auch in diesem Fall versucht Microsoft, mit dem Entgegenkommen die europäischen Wettbewerbshüter zu besänftigen. Im Januar 2008 hatte das "European Committee for Interoperable Systems" (ECIS) Klage eingereicht, um Zugang zu den Office-Schnittstellen zu erhalten.
Microsoft will nun den Nutzern beim Start der verschiedenen Office-Anwendungen (Word, Outlook, Excel usw.) eine Auswahl von Formaten präsentieren. Angeboten wird dabei auch das freie Open Document Format (ODF), das in Konkurrenz zu Microsofts OOXML steht. Office ist bereits seit der Version 2007 SP2 mit ODF kompatibel.
Gemäss Microsoft sollen Firmenkunden Werkzeuge zur Verfügung gestellt werden, womit sie das Standard-Format festlegen können. Es ist noch unklar, wie viele verschiedene Dateiformate zur Auswahl stehen sollen. Die EU-Kommission will Microsofts Vorschlag prüfen und danach entscheiden, ob das Verfahren eingestellt wird oder nicht. (mim)

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