Uster: Mit knappem Budget Schritt für Schritt zur Smart City

26. November 2019, 16:23
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Im Frühjahr hat Uster in einer Strategie 2030 festgelegt, zur Smart City werden zu wollen.

Im Frühjahr hat Uster in einer Strategie 2030 festgelegt, zur Smart City werden zu wollen. Nun hat die Regierung der 35'000 Einwohner grossen Zürcher Stadt die ersten konkreten Schritte beschlossen, wie einem Bericht des Stadtrats zu entnehmen ist. "Aufgrund der derzeit knappen finanziellen Mittel wurde das vorgeschlagene Projektportfolio der ersten Umsetzungsphase auf wenige Kernprojekte reduziert", heisst es dort.
Offenbar soll erst die Verwaltung digitalisiert werden, bevor die Bevölkerung etwas zu spüren bekommt. "Wir fragten uns, wo man mit dem limitierten Budget am meisten bewirken kann. Und das ist bei der Verwaltung", sagte Stadtschreiber Daniel Stein zum 'Zürcher Oberländer' (Paywall). Diese erste Phase mit Schwerpunkt Smart Governance soll bis 2022 dauern.
Das erste Projekt läuft seit diesem Jahr und trägt den Titel "Mobile Sitzungsvorbereitung". Das Ziel: Sämtliche Behörden sollen ihre Geschäfte von Vorbereitung bis Beschluss digital abwickeln. "Behördenmitglieder erhalten einen kosten-günstigen, bequemen und ortsunabhängigen Web-Zugriff rund um die Uhr auf alle Sitzungsunterlage", so die Zielsetzung. Das Projekt soll voraussichtlich Ende 2020 beendet werden. Geschätzter Kostenpunkt: 57'000 Franken.
Ab nächstem Jahr startet ein weiteres Projekt: Im Rahmen von "prozessorientierter Verwaltung" soll der Prozess ins Zentrum der Abläufe gerückt werden. Dies bedeutet auch, dass die Organisation umgestellt und die Rollen neu verteilt werden. So will man zu schlanken, prozessfokussierten Abläufen kommen, um die Digitalisierung voranzutreiben, wie Steiner gegenüber dem 'Zürcher Oberländer' festhält. Das Projekt ist für die Jahre 2020 bis 2021 mit 139'000 Franken budgetiert und insgesamt auf acht Jahre ausgelegt.
Im letzten Projekt sollen die Mitarbeiter lernen, mit dem digitalen Wandel Schritt zu halten, so der Stadtrat. Das "Change Management" soll sie auf breitere Aufgabengebiete und offenere Stellenprofile vorbereiten. "Routine-Aufgaben werden künftig zunehmend automatisiert ablaufen. Die freiwerdenden Ressourcen werden aber nicht linear im gleichen Bereich eingesetzt, sondern an anderer Stelle investiert, beispielsweise um neue Aufgaben wahrzunehmen oder neue Dienstleistungen zu schaffen", heisst es im Bericht. Das Projekt wird für die kommenden zwei Jahre mit 149'000 Franken budgetiert und soll insgesamt acht Jahre dauern. (ts)

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