Valiant übernimmt Mehrheit an Startup

17. Februar 2020, 12:15
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Die Valiant Bank hat die Mehrheit am Online-Immobilienmakler AgentSelly übernommen und baut sein Filialnetz aus.

Gleichzeitig mit den Geschäftszahlen des letzten Jahres hat Valiant den Ausbau seines Engagements beim digitalen Immobilienmakler AgentSelly aus Rotkreuz mitgeteilt. Statt der bisherigen Beteiligung am Startup von 38 Prozent halte man neu über 50 Prozent der Aktien des Unternehmens im Kanton Zug.
Auf der Webseite von AgentSelly heisst es, man arbeite eng mit der Valiant Bank zusammen und greife beispielsweise bei der Objektbewertung auf deren Experten zurück.
Zwei der drei Gründer bleiben an Bord, schreibt die Bank. Claudio Landmesser, CEO von AgentSelly, spricht davon, dass die Intensivierung der Partnerschaft zur  Ausweitung des digitalen Geschäftsmodells beitragen soll.

Digitalisierung hilft lokale Verankerung zu stärken

Interessant ist zudem, dass die Retail- und KMU-Bank bis 2024 weitere digitalisierte Geschäftsstellen schaffen will. Der Fokus der Expansion liegt in den Kantonen Zürich, Schaffhausen, Basel Land und Waadt, wo bereits 11 Orte für künftige sogenannte Modul-Geschäftsstellen definiert worden sind.
Es handelt sich um den Ausbau des Anfang 2017 erstmals vorgestellten Konzepts. Dabei werden in die am traditionellen Ladenbau angelehnten Filialen verschiedene digitale Module integriert: Ein Empfang mit Grossbildschirm, Beratungsräume, Selbstbedienungsräume sowie eine Bancomatenzone. Es wird zwar auf den klassische Bankschalter verzichtet, gleichwohl ist immer noch Personal – wenn auch weniger als bisher – zur persönlichen Beratung vor Ort. 
Bereits im Sommer 2018 hatte die Bank dann ihren Fahrplan für den Umbau von rund 60 Geschäftsstellen vorgestellt. Damals war von Umbaukosten von 14 Millionen Franken die Rede. Nach dessen Beendigung rechne man "mit wiederkehrenden Kosteneinsparungen von rund 4 Millionen Franken pro Jahr", hiess es. Die Zahlen haben auch aktuell noch Gültigkeit, bestätigt man auf Anfrage bei Valiant. Rund die Hälfte aller Filialen seien inzwischen umgebaut. Die hier eingesparten Gelder, würden dazu beitragen, die lokale Präsenz auszubauen.

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