VBS-Datendiebstahl wegen "schlechter Stimmung"?

1. Oktober 2012, 13:18
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Der Diebstahl von geheimen Daten des Schweizer Geheimdienstes NDB (Nachrichtendienst des Bundes) zog dieses Wochenende weitere Kreise in der Sonntagspresse. So wusste die 'SonntagsZeitung', dass das Verteidigungsdepartement (VBS) erst durch einen Hinweis aus der Grossbank UBS auf die Entwendung von Daten durch einen Informatiker des NDB aufmerksam gemacht worden ist. Der Mann hat angeblich mehrere Harddisks mit dem gesamten Verkehr des internen E-Mails-Systems namens SILAN nach Hause getragen.
Die Zeitung 'Der Sonntag' berichtet ihrerseits davon, dass in der Informatik-Abteilung des NDB seit längerem schlechte Stimmung geherrscht habe. So habe besagter Informatiker auch schon mal Passwörter zu Datenbanken des Geheimdienstes geändert. Man habe ihn trotzdem in seiner Funktion belassen. Ausserdem schreibt das Blatt, der NDB baue seit 2010 eine neue Datenbank namens ISAS auf. Ein ISAS (Informationssystem äussere Sicherheit) gibt es aber schon länger, es wird in Verordnungen und Verordnungsentwürfen von 2009 und 2010 erwähnt. Möglich ist aber, dass ISAS seit 2010 auf eine neue Technologie migriert werden soll.
Ausserdem hat die Informatik-Abteilung des NDB gemäss 'Der Sonntag' zur Zeit "keine Führung, zu wenig Personal" und ist im "Umgang mit einem neuen System" überfordert. Bahnt sich nach Insieme bereits der nächste Informatik-Skandal beim Bund an? (hc)

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