Venice Project frisst die Bandbreite der Zukunft

3. Januar 2007, 15:17
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    Kazaa und Skype sind alte Kamellen für ihre Erfinder Janus Friis und Niklas Zennström. Fernsehen via Internet als Per-to-Per-Netzwerk ist ihr neues Baby. Und es hat einen unstillbaren Hunger nach Bandbreite.

    Kazaa und Skype sind alte Kamellen für ihre Erfinder Janus Friis und Niklas Zennström. Fernsehen via Internet als Per-to-Per-Netzwerk ist ihr neues Baby. Und es hat einen unstillbaren Hunger nach Bandbreite.
    Bei 'Out-Law.com' konnte man einen Blick hinter die Kulissen der mit 6000 Testern laufenden Beta-Phase des Venice Project werfen. Die ernüchternden Fakten: Das TVoIP-Projekt lädt pro Stunde 320 Megabyte herunter, und da es ein Peer-to-Peer-Netzwerk ist, gleich noch 105 MB wieder rauf. Da wird es interessant seinen DSL-Vertrag noch mal genau zu studieren, wenn man nach dem 3. eines Monats noch E-Mails herunterladen will. Sollte da etwas von einem wie auch immer gearteten maximalen oder durchschnittlichen Download-Volumen zu finden sein, ist hier die Venedig-Faustformel: 10 Stunden Internetfernsehen = 1Gigabyte Datenvolumen. Eine erste Nachfrage durch inside-it.ch bei der kostenlosen ADSL-Auskunft der Swisscom brachte aber beruhigendes zu Tage. Der freundliche Mitarbeiter versicherte uns, dass es bei keinem ADSL-Tarif irgendwelche Volumenbegrenzungen gäbe.
    Überhaupt haben die finnischen IT-Pioniere Friis und Zennström noch zwölf Monate Zeit, um ihr neues Projekt zu optimieren. Start soll Anfang 2008 sein. Gelungen scheint dagegen schon jetzt das User-Interface zu sein. Einer der Beta-Tester beschrieb es mit den Worten, es sei so intuitive, dass sein Vater es bedienen könne. Sicherlich eine nicht zu vernachlässigende Zielgruppe, bei der allgemeinen demographischen Entwicklung. Allerdings würde sich die Bildqualität, anders als in manchen Meldungen, zumindest derzeit noch auf normalem Fernseh-Niveau und weit entfernt von HD-Ansprüchen befinden. (tm)

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