Verbietet China nun auch Bitcoin-Börsen?

11. September 2017, 09:46
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Es sei "der endgültige Schlag gegen Bitcoin-Börsen in China", schreibt das 'Wall Street Journal' mit Berufung auf gut informierte Quellen.

Es sei "der endgültige Schlag gegen Bitcoin-Börsen in China", schreibt das 'Wall Street Journal' mit Berufung auf gut informierte Quellen. Gemeint sind Pläne der chinesischen Zentralbank, alle Bitcoin-Börsen des Landes zu schliessen.
Es handelt sich offenbar noch um einen Entwurf, aber einen ernst zu nehmenden. Der Entwurf sei das Resultat mehrmonatiger Untersuchungen. Und er wird wenige Tage, nachdem China bereits ICOs verbot, publik.
Die Chinesische Volksbank hat diese Pläne bislang weder bestätigt noch irgendwie kommentiert. Die drei grössten chinesischen Bitcoin-Börsen, OKCoin, BTC China und Huobi sagen heute zu 'WSJ' und 'Bloomberg', sie seien von den Behörden deswegen nicht kontaktiert worden.
Beide Publikationen schliessen sich damit einem Bericht der Zeitung 'Caixin' vom Freitag an. Nun stellt sich die Frage, ob die chinesische Regierung nur einen "Pausenknopf" drücken will, um die unregulierten Aktivitäten mit regulatorischen Massnahmen in den Griff zu kriegen oder ob noch mehr dahintersteckt.
Die Chinesische Volksbank ist zuständig für die Geld- und Währungspolitik rund um die chinesische Währung Yuan Renminbi. In letzter Zeit mehrten sich die Aussagen von Analysten und Investoren, ein Grund für die rasant steigenden Bitcoin-Preise liege darin, dass Chinesen mit der Crypto-Währung auf ein Fallen des Yuan wetten würden. Zudem kann man mit Bitcoin das traditionelle Bankensystem umgehen und Geld von China ins Ausland überweisen. Die Gründe hinter dem Entwurf bleiben aber unklar. So wurde im Februar bekannt, dass die Chinesische Volksbank einen Prototyp einer eigenen Crypto-Währung entwickelt hat.
Laut 'Reuters' ist der Cryptocurrency-Markt bereits 150 Milliarden Dollar gross und in China wird 23 Prozent des globalen Bitcoin-Handels abgewickelt. Zudem sind einige der grössten Bitcoin-Miner dort daheim. Allerdings seien, so beruhigen die meisten Experten, die Auswirkungen eines chinesischen Verbots global nicht massiv. Am Freitag sanken die Kurse manchenorts, aber scheinen sich zu Wochenbeginn wieder zu erholen. (mag)

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