Verbietet China nun auch Bitcoin-Mining und Peer-to-Peer-Trading?

20. September 2017, 12:26
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Offenbar plant die chinesische Regierung weitgehende Massnahmen gegen Bitcoin, Börsen und Peer-to-Peer-Überweisungen.

Während in Zürich an der Crypto'17 Bitcoin, Smart Contracts und ICOs diskutiert an sich.
Der Kurs erholte sich aber bis am Montag für viele verblüffend rasch.
Nun könnte laut 'Wall Street Journal' die chinesische Regierung noch weitergehende Massnahmen gegen Bitcoin, die Börsen und Peer-to-Peer-Überweisungen planen. Mit Berufung auf ungenannte Quellen schreibt die Zeitung, hinter verschlossenen Türen hätten Vertreter der National Internet Finance Association of China (NIFA) der Bitcoin-Industrie angekündigt, man werde Peer-To-Peer-Handel nicht mehr tolerieren. Bis Mittwoch sei eine Deadline, bis dann müssten Börsen Kundendaten übermitteln.
Nun herrscht offenbar Verunsicherung: Was heisst das nun für Überweisungen via den populären chinesischen Messenger WeChat? Offenbar sind Bitcoin-Nutzer schon in Scharen zum verschlüsselten Telegram Messenger gewechselt.
Weitere Aussagen von "gut informierten Quellen": Möglicherweise werde der Zugang zu ausländischen Bitcoin-Börsen wie der US-Börse Coinbase und die Hongkonger Bitfinex abgeklemmt. Ob die Sperren via VPN umgangen werden können, gibt schon Diskussionsstoff. Andere glauben, dass Bitcoin-Nutzer sich in Hongkong und Japan "bedienen" werden, was leicht möglich sei.
Als wäre dies nicht genug: Stimmen die Indizien, dass China auch Mining an sich verbieten könnte? Darüber wird jedenfalls spekuliert bei 'Cryptocoins News'. Ob das dort via einen Tweet des Bitcoin Core-Developers BTCDrak gezeigte Dokument überhaupt echt oder aktuell ist, bleibt heftig umstritten.
Ein solcher Entscheid wäre für manche hart, China hat 65 Prozent Anteil an der totalen Bitcoin-Hashrate. In einem Tweet schrieb der CEO der Bitcoin-Börse ViaBTC aufgeregt: "Wenn China das Mining für illegal erklärt, dann sind wir f****d".
Li Lihui, ein NIFA-Vertreter, soll an einer Tech-Konferenz in Shanghai gesagt haben, Bitcoin-Plattformen hätten "keine legale Basis", um in China zu operieren.
Für Aufmerksamkeit haben Bitcoin und vor allem die ICO-Welle auch bei den Schweizer Finanzmarktbehörden gesorgt. "Die Finma begleitet die Entwicklungen in diesem Bereich eng", so Finma-Sprecher Vinzenz Mathys auf Anfrage der Nachrichtenagentur 'sda'.
Der aktuelle Bitcoin-Kurs jedenfalls litt vergleichsweise wenig unter all den Spekulationen. Sollte die Cryptowährung sich als stabiler erweisen, als viele Auguren dies vermuten, wollen Bitcoin-Fans dies als Bestätigung verstanden wissen, China fälle einen Fehlentscheid nach dem andern. (mag)

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