Veritas präsentiert neue Versionen von NetBackup und Enterprise Vault

9. Juni 2005, 07:20
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Veritas rückt Backup und Archivierung näher zusammen

Veritas rückt Backup und Archivierung näher zusammen.
Etwas früher als bei Veritas sonst üblich hat der Storage-Software-Spezialist heute die neuen 6.0-Versionen von "NetBackup" und "Enterprise Vault" den Medien vorgestellt. Wirklich erhältlich werden die beiden neuen Versionen erst im Juli (Enterprise Vault) respektive im August (NetBackup).
Strategisch gesehen versucht Veritas, die Funktionen Backup/Recovery und Archivierung/Discovery durch eine verbesserte Integration der beiden Lösungen und die zeitlich nahe beisammen liegende Lancierung näher zusammenzurücken (und sich natürlich in beiden Bereichen als führender Anbieter zu profilieren). Im Hintergrund steht dabei unter anderem die Idee, dass die Archivierung ja auch die Menge der regelmässig zu sichernden "aktiven" Daten verringert.
Mit der 6.0-Version von NetBackup wird man zum Beispiel Disk-basierte Archive über die Backup-Software gesteuert auf Tape-Library-Archive migrieren können. Noch Zukunftsmusik, aber für spätere Versionen geplant, ist die Möglichkeit, ein Archiv direkt aus existierenden Tape-Backup-Images aufzubauen.
Die beiden neuen Software-Versionen bringen eine grosse Zahl von Neuerungen verglichen mit früheren Versionen, von denen wir hier nur einige wenige herauspicken können. Bei NetBackup 6.0 hat Veritas nun zum Beispiel alle Recovery- und Management-Funktionen in einer zentralen, webbasierten Verwaltungkosole zusammengefasst, dem "NetBackup Operations Manager". Neu sind auch Funktionen für die "Instant"-Sicherung und Wiederherstellung von Daten bei disk-basierten Backups (Instant backup / Instant Recovery Snapshots) sowie die Möglichkeit, neben Files auch ganze Betriebssysteme zu sichern und wiederherzustellen (Bare Metal Restore).
Alle sind gleich, aber NetApp ist gleicher
Veritas pocht zwar weiterhin auf seine Unabhängigkeit von Hardware-Herstellern – "We have no hardware agenda" – als Marketingargument, hat aber bei der Entwicklung von NetBackup 6.0 eng mit Network Appliance zusammengearbeitet. Dies hat dazu geführt, dass NetBackup 6.0 noch einige zusätzliche Dinge bieten kann, wenn die Kunden NetApp-Hardware für das Disk-basierte Backup verwenden. So können zum Beispiel Backups im WAFL-Fileformat von NetApp gespeichert werden. WAFL ermöglicht die Eliminierung von redundanten Daten in Komplettbackups – diese brauchen somit sehr viel weniger Speicherplatz und es können mehr Images gespeichert werden. Ausserdem können Anwender die Backup-Images wie ein normales Filesystem einsehen und so selbstständig Files finden und wiederherstellen.
Enterprise Vault jetzt auch für Lotus Notes
Enterprise Vault 6.0 ist die Weiterentwicklung der Software, die durch die Übernahme von KVS Ende des letzten Jahres in das Portfolio von Veritas gelangt ist. Zu den wichtigsten Neuerungen gehört hier, dass die ursprünglich nur für die Speicherung von Exchange konzipierte E-Mail-Archvierungslösung nun auch Lotus Notes-, SMTP und Instant Messaging unterstützt. Zudem wurde auch die unterstütze Hardwarebasis erweitert. Neben EMCs Centera unterstützt Enterprise Vault 6.0 zum Beispiel nun auch die neuen CAS (Content Adressed Storage)-Systeme von IBM (IBM DR 550) oder die CAS-Softwarelösung von NetApp.
Die Unterstützung von Lotus Notes kommt übrigens gerade rechtzeitig – es wäre ja peinlich gewesen, wenn Symantec nach dem bevorsteheden Merger mit Veritas nicht die hauseigene E-Mail-Archivierungslösung hätte verwenden können. Bei Veritas verwendet man nämlich Exchange, bei Symantec aber Lotus Notes.
Eine weiter neue Funktionalität von Enterprise Vault 6.0 könnte Administratoren viel Arbeit ersparen, die momentan noch auf den Clients der Angestellten gelagerte Outlook-Archive (PST-Dateien) zentral speichern möchten: Durch ein neues Zusatzmodul können diese PST-Files im Netzwerk nun automatisiert lokalisiert und importiert werden. (Hans Jörg Maron)

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