Verjüngungskur für Informatik-Branche

23. September 2013, 07:41
  • politik & wirtschaft
  • schule
  • zürich
  • ausbildung
image

Wirtschaft, Wissenschaft und öffentliche Hand lancieren "IT-dreamjobs". Die Kampagne will junge Menschen für ein Informatik-Hochschulstudium motivieren.

Wirtschaft, Wissenschaft und öffentliche Hand lancieren "IT-dreamjobs". Die Kampagne will junge Menschen für ein Informatik-Hochschulstudium motivieren.
Heute beginnt die von diversen Unternehmen, Hochschulen, der öffentlichen Hand und Schweizer IT-Verbänden konzipierte Kampagne "IT-dreamjobs.ch". Ziel: Dem Informatik-Fachkräftemangel entgegenwirken. Das Hauptaugenmerk liegt dabei bei Gymnasiasten, die sich mit der Berufs- und vor allem Studienwahl befassen. Denn die jungen Erwachsenen will man für Informatik begeistern, und der Branche das verstaubte Image nehmen.
Die Kampagne wurde ursprünglich im Rahmen des Stadtzürcher Legislaturschwerpunkts eZürich initiiert. An einem Workshop wurde das Thema der ICT-Nachwuchsförderung als wichtiges Anliegen mit strategischer Bedeutung in der Wirtschaft und Gesellschaft formuliert.
Grosskonzerne machen mit
Unter anderem sollen MittelschülerInnen für ein Hochschulstudium gewonnen werden. Die Kampagne richtet sich auch an Absolventen der beruflichen Grundbildung ICT, die für Bildungsgänge an Fachhochschulen oder der höheren Berufsbildung motiviert werden sollen. Ganz grundsätzlich soll das Image der ICT-Berufe korrigiert werden. Eine Plakatkampagne in Zürich und Bern (siehe Foto), verbunden mit weiteren Massnahmen, soll das Berufsfeld den Jugendlichen zugänglich machen.
Migros, Post, UBS, Ergon Informatik und die Stadt Zürich sind Goldsponsoren. Migros-Chef Herbert Bolliger sagte gestern in der 'SonntagsZeitung': "Von 450 IT-Stellen im Migros-Genossenschafts-Bund sind zurzeit 60 nicht besetzt. Dieser Trend wird sich weiter zu unseren Ungunsten entwickeln." Vorübergehend behelfe sich die Migros mit externen IT-Spezialisten. Die Zahl der IT-Lehrstellen wurde verdoppelt. Im gleichen Artikel heisst es, die Post beschäftige 1500 Informatiker und habe ein Dutzend unbesetzte IT-Jobs. "Wir werden in den nächsten Jahren die Zahl der IT-Ausbildungsplätze deutlich erhöhen", so Post-Chefin Susanne Ruoff in der 'SonntagsZeitung'. (lvb)
Interessenbindung: Wir sind sowohl mit inside-it.ch als auch ictjobs.ch Medienpartner der Kampagne.

Loading

Mehr zum Thema

image

Neues digitales Organspenderegister soll 2025 kommen

Das BAG prüft in einer internen Studie verschiedene Umsetzungsvarianten eines neuen digitalen Organspenderegisters – mit und ohne staatliche E-ID.

publiziert am 30.11.2022 2
image

Datenschutzbedenken wegen M365: Microsoft wehrt sich heftig

In Deutschland, Frankreich und der Schweiz stehen M365-Anwendungen in der Kritik der Datenschützer. Microsoft erklärt, die Bedenken seien "dogmatischer Selbstzweck".

publiziert am 30.11.2022
image

E-Mails, SMS & Co.: EU will einfacher an digitale Daten kommen

Ermittler in der EU sollen zur Verfolgung schwerer Straftaten einfacher und schneller Zugang zu elektronischen Beweismitteln bekommen – unabhängig davon, ob sie verschlüsselt sind.

publiziert am 30.11.2022 2
image

Fachkräftemangel spitzt sich "drastisch" zu

Stellen für IT-Fachleute lassen sich laut Adecco derzeit nur sehr schwer besetzen. Gerade Software-Entwickler und -Ent­wickler­innen werden händeringend gesucht.

publiziert am 29.11.2022