Verkaufsgerüchte um CSC

3. Oktober 2014, 10:19
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Indische Dienstleister HCL und Wipro interessiert, aber nur wenn CSC aufgeteilt würde.

Indische Dienstleister HCL und Wipro interessiert, aber nur wenn CSC aufgeteilt würde.
Der weltweit tätige IT-Dienstleister CSC scheint auf der Suche nach möglichen Käufern zu sein. Wie der Wirtschaftsnachrichtendienst 'Bloomberg' berichtet, soll sich CSC bei mehreren Investmentunternehmen, darunter Blackstone und Bain Capital, erkundigt haben, ob sie an einer Beteiligung an einem Buy-Out interessiert wären.
CSC ist an der Börse kotiert und hat einen Börsenwert von zuletzt rund 8,5 Milliarden Dollar. Private Investmentfirmen zeigen in letzter Zeit wieder einiges Interesse an IT-Firmen. Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass das Softwareunternehmen Tibco für 4,3 Milliarden Dollar angenommen.
Allerdings kommen nicht nur Investmentfirmen als potentielle Käufer in Frage. Zumindest zwei der grossen indischen IT-Dienstleister, HCL Technologies und Wipro, haben nach dem Aufkommen der Verkaufsgerüchgte ihre Ohren gespitzt. Wie die 'Economic Times' berichtet, sagen Vertreter beider Unternehmen, dass sie eine Übernahme gerne prüfen würden. Voraussetzung wäre allerdings für beide, dass sich CSC aufteilen und den Bereich Public Sector abspalten würde. Dieser CSC-Bereich macht knapp einen Drittel des Umsatzes aus und arbeitet vor allem für die US-Regierung, unter anderem für den Geheimdienst und das Militär. Die US-Regierung dürfte daher einem Verkauf an ein ausländisches Unternehmen kaum zustimmen.
Die Inder wären daher vor allem am kommerziellen Bereich von CSC interessiert, insbesondere, um ihre Marktstellung in den USA und Europa zu verbessern. In der Pole-Position für einen – allerdings zur Zeit noch hochspekulativen Deal – wäre möglicherweise HCL. CSC und der viertgrösste indische IT-Dienstleister arbeiten seit dem letzten Jahr gemeinsam an der Modernisierung von Kundenapplikationen. (hjm)

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