Verkauft Andreas Danuser Mygate?

10. November 2010, 12:14
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    Offenbar nicht nur Gedankenspiele.

    Offenbar nicht nur Gedankenspiele.
    Erst kürzlich ist bekannt geworden, dass die einstige Netzbaufirma Translumina Networks im August in Konkurs geschickt worden ist. Gleichsam auf ihren Trümmern ruht nun die nur noch auf Services fokussierte Mygate, die von Peter Helfenstein geführt wird. Die Fäden im Hintergrund zieht Verwaltungsratspräsident Andreas Danuser. Das Geschäft hinter dem kombinierten Fernseh-, Telefon- und Internetangebot (Triple Play) von Mygate hat heute ein Bericht der 'Handelszeitung' beleuchtet. Demnach verbrennt die Firma derzeit ziemlich viel Geld, findet aber offensichtlich immer wieder neue Investoren. Allein 10,6 Millionen Verlust resultierten aus dem Jahr 2009. Mit Darlehen und Kapitalerhöhungen seien bisher über 35 Millionen Franken in Mygate gesteckt worden, schreibt die Zeitung.
    Dennoch sei es schwer, den Wert der Firma zu beziffern. Bei einer Kapitalerhöhung im Frühling mussten die Aktionäre 14,30 Franken pro Aktie aufbringen, was den Preis von Mygate "in die Sphäre der 100-Millionen-Franken-Firmen" katapultiert habe. Im Juli, bei der zweiten Kapitalerhöhung, sei dann die Aktie plötzlich nur noch 2 Franken wert gewesen, was "einem Firmenwert von bloss 17 Millionen entspräche". Und Mygate brauche für die Zukunft noch mehr Geld, wie es weiter heisst.
    Andreas Danuser, Verwaltungsratspräsident und Mygate-Gründer sagt, gegenüber dem Blatt: "Vielleicht kommt es in der Zukunft zu Kooperationen in der Branche. Auch ein vollständiger Verkauf ist eine Option." Laut 'Handelszeitung' seien das nicht nur Gedankenspiele. Vielmehr verbringe Mygate-Verwaltungsrat Johann Widmer "seit Wochen viel Zeit in Basel beim Konkurrenten CATV". Zudem prüfe Sunrise derzeit, ob man im TV-Geschäft mit einem Partner wie Mygate zusammenarbeiten will. (vri)

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