Verkauft UBS Outsourcing-Einheiten?

19. Juni 2009, 14:13
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Die Schweizer Grossbank könnte dem Beispiel von Citigroup folgen und die indischen und polnischen Business-Process-Outsourcing-Aktivitäten verkaufen. Möglicher Käufer ist der indische IT-Riese Wipro.

Die Schweizer Grossbank könnte dem Beispiel von Citigroup folgen und die indischen und polnischen Business-Process-Outsourcing-Aktivitäten verkaufen. Möglicher Käufer ist der indische IT-Riese Wipro.
Die indische 'Economic Times' berichtet heute unter Berufung auf gut informierte Quellen, dass die Grossbank UBS ihr indisches und polnisches Geschäft mit Business Process Outsourcing (BPO) und Knowledge Process Outsourcing (KPO) verkaufen will. Als Interessenten gelten die beiden grossen indischen IT-Dienstleister sowie UBS-Lieferanten Infosys und Wipro. Die beiden Zentren in Hyderabad (2100 Mitarbeiter, 2006 gegründet) und Krakau (250 Mitarbeiter, 2008 gegründet) hätten einen Wert von zirka 200 Millionen Dollar, heisst es.
Während Infosys dementierte, mit der UBS in Gesprächen zu sein, wollte ein Vertreter von Wipro überhaupt keinen Kommentar abgeben. Wipro soll eine vorläufige "Due Diligence" (wirtschaftliche, steuerliche und rechtliche Prüfung) der UBS-Einheiten begonnen haben. Die UBS liess gegenüber der Publikation lediglich verlauten, man bleibe den indischen Aktivitäten verpflichtet.
Die indischen Outsourcer scheinen es seit der Bankenkrise besonders auf die BPO-Aktivitäten von Grossbanken abgesehen zu haben. Citigroup hat sein BPO-Geschäft im vergangenen Oktober für 505 Millionen Dollar an Tata Consultancy Services verkauft. Die Einheit Citi Technology Services wurde wenig später für 127 Millionen Dollar an Wipro verkauft. (Maurizio Minetti)

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