Verlust von UPC und Coop belastet Salt-Ergebnis

23. August 2019, 11:20
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Der Verlust von Grosskunden wirkt sich deutlich auf die Bilanz von Salt aus.

Der Verlust von Grosskunden wirkt sich deutlich auf die Bilanz von Salt aus. Wie der Telco mitteilt, sank der Umsatz um 2,4 Prozent auf 500 Millionen Franken und der Gewinn auf Stufe EBITDA nahm um 8,6 Prozent auf 214,6 Millionen Franken ab.
Grund für den Umsatzrückgang ist nicht zuletzt der Verlust von Grossaufträgen. So telefonieren bekanntlich die Mobilfunkkunden von UPC, sondern über jenes von Swisscom.
Klammert man diese Verluste von UPC und Coop aus, hätte der Umsatz von Salt um 0,9 Prozent zugenommen und der EBITDA wäre nur um 2,5 Prozent gesunken, schreibt die Nummer drei im hiesigen Telco-Markt.
Unter dem Strich brach der Reingewinn der Salt-Muttergesellschaft Matterhorn Telecom auf 23 Millionen Franken ein. Vor einem Jahr hatten noch 35 Millionen in der Kasse geklingelt.
Im Kerngeschäft habe sich die zuletzt gute Entwicklung im zweiten Quartal fortgesetzt, hält Salt fest. So stieg die Zahl der Mobile-Postpaid-Kunden ohne den UPC/Coop-Effekt um 6'200 Kunden und beim Glasfasernetzangebot Salt Fiber habe man Ende Juni die 50'000er-Marke überschritten.
Einen Erfolg verbuchte Salt mit Lidl Schweiz. Der Discounter stieg gemeinsam mit Salt in das Mobilfunkgeschäft ein und lancierte das Mobilfunk-Abo "Lidl Connect".
Den Bereich Geschäftskunden rücke man in den kommenden Quartalen mit einem aktualisierten B2B-Mobilfunk-Angebot in den Fokus, hiess es weiter. Im Geschäftskundenbereich versucht CEO Pascal Grieder, Salt zu etablieren. "Wir haben im B2B-Geschäft noch einen ziemlich kleinen Marktanteil. Das erlaubt es uns, am Markt aggressiver aufzutreten als die Konkurrenz", sagte er im Gespräch mit der Nachrichtenagentur 'AWP'. Der Telco will aber nicht nur mit dem Preis punkten. "Wir haben die Organisation neu aufgestellt, in Service und IT investiert und ein Produktportfolio mit Neuheiten für den Schweizer Markt lanciert", ergänzte er.
5G-Start steht bevor
Nach wie vor unklar bleibt, wann Salt den neuen Mobilfunkstandard 5G lancieren wird. Während Konkurrenten wie Swisscom oder Sunrise den 5G-Ausbau vorantreiben, laufen bei Salt noch die Vorbereitungen dazu.
"Auch wir werden in den nächsten Monaten unser 5G-Netz der Öffentlichkeit zugänglich machen", versprach Grieder. Über die detaillierten Pläne dazu werde man zu einem späteren Zeitpunkt informieren. (Keystone-sda/kjo)

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