Versicherer Baloise investiert diesmal in deutsches KI-Startup

20. März 2018, 12:01
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Es geht weiter im Investitionsreigen der Baloise Group.

Es geht weiter im Investitionsreigen der Baloise Group. Bekanntlich will der Basler Versicherer im Rahmen einer Partnerschaft mit der Investment- und Beratungsfirma Anthemis 50 Millionen Franken bis 2021 für die Beteiligung an etwa zehn Startups aufwerfen. Nach ersten Beteiligungen an den amerikanischen Startups Trov ein Spezialist für künstliche Intelligenz (KI). Auf Abfrage zum Volumen dieser dritten Investitionsrund machte Baloise wie bisher keine Angaben.
Gemäss Baloise adressieren die Berliner Dienstleistungen, die "mit Hilfe von künstlicher Intelligenz aus heterogenen Dokumentenströmen relevante Datenpunkte extrahieren". Es handle sich um speziell für die Versicherungsindustrie entwickelte Produkte, die aus diversen Dokumenten jene Inhalte klassifizieren und extrahieren. Sie seien für die automatisierte Abwicklung von Geschäftsprozessen, die "heute oftmals noch manuell verarbeitet werden müssen", wie es weiter heisst.
Das sogenannte Dokumenten-Mapping, bei dem Dokumente vom Typ her erkannt und die Daten dann automatisch extrahiert werden, ist eine entscheidende Fähigkeit, wenn es darum geht, Prozesse zu optimieren, heisst es aus Basel.
Die omni:us-Programme würden sich dadurch auszeichnen, dass sie "sogar handgeschriebene Texte erkennen und aktuelle wie auch historische Schrifterzeugnisse in den richtigen Kontext" setzen. Wie meist bei dem (durchaus Risiken bergenden) KI-Rückgriff meint auch der Versicherer, dass "so menschliche Fehler umgangen und monotone administrative Arbeiten, die aber dennoch kostenintensiv und zeitaufwändig sind, an einen Computer übergeben werden" können.
Baloise kündigt an, ein Pilotprojekt demnächst in der Baloise in Luxemburg zu starten und weitere Projekte in allen Ländergesellschaften intensiv zu prüfen. (vri)

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