Verstösst Ciscos 'SMARTnet' gegen US-Antitrust-Gesetze?

4. Dezember 2008, 10:05
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US-Netzwerkdienstleister klagt Cisco ein.

US-Netzwerkdienstleister klagt Cisco ein.
Der herstellerunabhängige kalifornische Netzwerkdienstleister Multiven hat am 1. Dezember eine Klage gegen Cisco wegen Verstössen gegen das US-Wettbewerbsrecht eingereicht. Multiven kritisiert, dass Cisco das Recht, Updates und Patches für das bekannte Router-Betriebssystem IOS zu beziehen, mit dem Abschluss eines 'SMARTnet'-Service-Vertrags verknüpft. Dies schliesst gemäss Multiven von Cisco unabhängige Dienstleister, wie die klagende Firma es eben ist, vom Markt aus und führe für die Endkunden zu höheren Kosten bei schlechterer Dienstleistungsqualität.
Cisco weist die Vorwürfe in einer Stellungnahme gegenüber der US-Zeitschrift 'Computer Reseller News' dezidiert zurück. Cisco werde sich "energisch" verteidigen und sei zuversichtlich, dass man vor Gericht gewinnen werde.
Cisco-Anwender seien mitnichten verpflichtet, vom Hersteller selbst Services zu kaufen, um an die nötigen Patches und Updates zu kommen, sondern könnten aus Tausenden von Partnern auswählen, hält der Hersteller fest. Die Vertragsbedingungen von 'SMARTnet' seien in der Industrie üblich, so Cisco. Genau das bestreitet Multiven mit Verweis auf die Praxis von Microsoft, HP und Apple, die Patches kostenlos für alle anbieten. (Christoph Hugenschmidt)

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