Vertical schliesst sich Vision IT an - europäische Ambitionen

1. Dezember 2006, 16:11
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    Die Zürcher Vertical AG wird an die expansive paneuropäische Vision IT (u.a. ehemals Conexus) verkauft. Für einmal keine Konsolidierungsstory.

    Die Zürcher Vertical AG wird an die expansive paneuropäische Vision IT (u.a. ehemals Conexus) verkauft. Für einmal keine Konsolidierungsstory.
    Beat Steiger hat seine Vertical AG an den paneuropäischen Vision IT verkauft. Zusammen mit den bisherigen Schweizer Operationen von Vision IT, die hierzulande aus der ehemaligen Conexus entstand, entsteht eine neue Firma mit dem Namen Vertical Vision AG, die mit etwa 40 Mitarbeitenden von Steiger geleitet wird.
    Zu Entlassungen oder Stellenabbau werde es aufgrund der Übernahme nicht kommen, sagt Steiger. Ganz im Gegenteil: Die Zugehörigkeit zu Vision IT eröffne ihm paneuropäische Perspektiven, sagt Steiger.
    Vertical baut Web 2.0-Lösungen mit Adobe-Technologie, so etwa ein Portal für die Bearbeitung von Schadenfällen für den Versicherer Gerling. Für die Lösung, die auf Adobe Flex und J2EE beruht, wurde Gerling von Accenture mit dem Innovationspreis ausgezeichnet.
    Ausserdem besitzt Vertical ein Rechenzentrum, von wo aus Kunden über Citrix mit "Software-as-a-Service" (Navision, MS CRM, Office) beliefert. Kunden sind etwa die AMAG-Gruppe und der russische Riese Gazprom. Zudem bauen die Zürcher mobile Anwendungen auf Basis von Java- und Flash.
    Steiger sieht nun die Chance mit beiden Kompetenzen auch in anderen Ländern, wo Vision IT präsent ist (Süd- und Westeuropa) aufzutreten.
    Rasch expandierende Vision IT
    Vision IT wurde 2001 gegründet und wird von Investment-Kapital unterstützt. Seit der Gründung hat Vision IT in rascher Folge Firmen in der Benelux Region, Spanien und Italien übernommen. 2003 kam Vision IT mit der Übernahme von Conexus in die Schweiz. Gemäss Steiger wird nun die Expansion in den deutschen Sprachraum, mit Vertical Vision als Brückenkopf angestrebt.
    Vision IT setzte letztes Jahr mit etwa 600 Mitarbeitenden 39 Millionen Euro um und verdiente netto etwa 1,3 Millionen Euro. (Christoph Hugenschmidt)

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