Vertragsabbruch in der IT-Sparte belastet Siemens

18. März 2008, 14:02
  • cloud
  • siemens
image

Der krisengeschüttelte Siemens-Konzern musste gestern seine Gewinnprognose nach unten revidieren und Belastungen von 900 Millionen Euro ankündigen.

Der krisengeschüttelte Siemens-Konzern musste gestern seine Gewinnprognose nach unten revidieren und Belastungen von 900 Millionen Euro ankündigen. Das Unternehmen meldete Probleme im Kraftwerks- und Strassenbahnbau. Doch auch ein verlorener Auftrag in der Sparte Siemens IT Solutions and Services (SIS) belastete die Quartalszahlen: Wie vor einer Woche bekannt wurde, hat das britische Arbeits- und Rentenministerium (Department for Work and Pensions, DWP) einen ursprünglich bis 2010 dauernden Vertrag mit einem Volumen von umgerechnet 77 Millionen Euro vorzeitig storniert. Dabei ging es um ein neues zentrales Auszahlungssystem.
Siemens sprach von "neu eingetretenen Projekt-Risiken in Grossbritannien, unter anderem aus der Stornierung eines Grossauftrags durch den Kunden." Konzernchef Peter Löscher bezifferte die Belastungen in der IT-Sparte auf 100 Millionen Euro. "Die erwarteten Belastungen treffen uns härter als erwartet", sagte Löscher gestern. Die erst Anfang 2007 aus verschiedenen Teilbereichen entstandene IT-Sparte hat jedenfalls einen schlechten Start erwischt. (mim)

Loading

Mehr zum Thema

image

Google will "gehärtete" Open-Source-Software vertreiben

Der Cloudriese scheint von der Sorge vieler Unternehmen über die Sicherheit ihrer Software-Lieferkette profitieren zu wollen.

publiziert am 18.5.2022
image

Microsoft versucht kartell­rechtliche Bedenken zu zerstreuen

Der US-Konzern ist erneut ins Visier der EU-Kartell­behörden geraten. Überarbeitete Lizenz­vereinbarungen sollen die EU und Cloud Service Provider beschwichtigen.

publiziert am 18.5.2022
image

Red Hat veröffentlicht Stackrox als Open Source

Die im letzten Jahr von Red Hat erworbene Kubernetes-Sicherheitsplattform wird als Open-Source-Version verfügbar.

publiziert am 17.5.2022
image

Google I/O: Verbesserte KI, neue Developer-Tools und Geräte

Google versucht sich erneut an einer AR-Brille. Auch das Google Wallet feiert ein Comeback.

publiziert am 12.5.2022