Vertragsabbruch in der IT-Sparte belastet Siemens

18. März 2008, 14:02
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Der krisengeschüttelte Siemens-Konzern musste gestern seine Gewinnprognose nach unten revidieren und Belastungen von 900 Millionen Euro ankündigen.

Der krisengeschüttelte Siemens-Konzern musste gestern seine Gewinnprognose nach unten revidieren und Belastungen von 900 Millionen Euro ankündigen. Das Unternehmen meldete Probleme im Kraftwerks- und Strassenbahnbau. Doch auch ein verlorener Auftrag in der Sparte Siemens IT Solutions and Services (SIS) belastete die Quartalszahlen: Wie vor einer Woche bekannt wurde, hat das britische Arbeits- und Rentenministerium (Department for Work and Pensions, DWP) einen ursprünglich bis 2010 dauernden Vertrag mit einem Volumen von umgerechnet 77 Millionen Euro vorzeitig storniert. Dabei ging es um ein neues zentrales Auszahlungssystem.
Siemens sprach von "neu eingetretenen Projekt-Risiken in Grossbritannien, unter anderem aus der Stornierung eines Grossauftrags durch den Kunden." Konzernchef Peter Löscher bezifferte die Belastungen in der IT-Sparte auf 100 Millionen Euro. "Die erwarteten Belastungen treffen uns härter als erwartet", sagte Löscher gestern. Die erst Anfang 2007 aus verschiedenen Teilbereichen entstandene IT-Sparte hat jedenfalls einen schlechten Start erwischt. (mim)

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