Verwaltungsgebühren für Swisscom, Sunrise und Salt sinken

18. November 2021, 14:23
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Der Bundesrat hat die "Verwaltungsgebühren im Bereich des Mobilfunks" gesenkt. Schweizer Telcos sparen damit 1 Million Franken jährlich.

Swisscom, Sunrise UPC und Salt müssen ab dem 1. Januar 2022 weniger Gebühren für die "Verwaltung des Frequenzspektrums" ans Bundesamt für Kommunikation (Bakom) abliefern. Die Telekomanbieter sparen dadurch 1 Million Franken pro Jahr.
Welche Partei konkret wie viel spart, ist offen. Salt und Swisscom sagen beide, dass ihre Unternehmen keine detaillierten Beträge bekannt geben möchten. Rolf Ziebold, Sprecher bei Sunrise, wird immerhin etwas konkreter: "Da wir weniger Frequenzen haben als beispielsweise Swisscom, fällt die Entlastung bei uns im Verhältnis auch kleiner aus." Grosse Relevanz will Sunrise dem Thema aber nicht beimessen: "Es ist gut, dass die Gebühren gesenkt werden", sagt Ziebold bloss, und lässt durchblicken, dass sich das Unternehmen im Alltag mit deutlich höheren Summen beschäftigt.

Bund hat zwei Jahre lang zu viel Gebühren kassiert

Ob die Einsparungen an die Kundinnen und Kunden weitergegeben werden können, verraten die Telcos nicht. Salt und Sunrise wollen das Geld "in ihre Infrastruktur investieren". Swisscom-Sprecher Armin Schädeli schreibt dazu: "Minderkosten für Kundinnen und Kunden werden nicht aufgrund von Minderbeträgen berechnet."
Gesenkt hat der Bundesrat die Gebühren, weil in der Vergangenheit immer grössere Bandbreiten zu höheren Gebühren geführt haben, und der Kontrollaufwand in etwa gleichgeblieben ist. Der Bund hat deshalb laut eigenen Angaben in den Jahren 2020 und 2021 jeweils rund eine Million Franken zu viel kassiert und passt nun die Berechnungsgrundlage der Verwaltungsgebühren im Bereich des Mobilfunks an. Die "Mindereinnahmen von 1 Million Franken haben keine personellen oder sonstigen Konsequenzen", schliesst der Bund seine Mitteilung.

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