Verwirrung um Office-2010-Preise

7. Januar 2010, 16:01
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Keine günstigeren Upgrade-Preise mehr für Besitzer von Vorversionen bei Office 2010? Dafür verbilligte Downloads.

Keine günstigeren Upgrade-Preise mehr für Besitzer von Vorversionen bei Office 2010? Dafür verbilligte Downloads.
Vorgestern veröffentlichte Microsoft die vorgesehenen US-Ladenpreise für die Bürosuite Office 2010. Dabei wurden aber nur Preise für Vollversionen und die neue Verkaufsform "Product Key Card", aber keine Preise für Upgrade-Versionen genannt. Allgemein wurde erwartet, dass Microsoft diese noch nachliefern würde.
Gemäss einem Bericht in einem Blog der US-Zeitschrift 'Computerworld' soll Microsoft aber planen, die deutlich günstigeren "Upgrade"-Versionen ganz fallen zu lassen. Dies, so der Autor, sei von von einer Microsoft-Sprecherin bestätigt worden. Manuel Rotzinger, ein Sprecher von Microsoft Schweiz, erklärte dagegen gegenüber inside-it.ch, dass Microsoft seine Pläne für Upgrades von vorhergehenden Versionen auf Office 2010 "noch nicht finalisiert" habe.
Falls Microsoft die Spezialpreise für Upgrade-Versionen tatsächlich fallen liesse, würde sich der Softwareriese von einer alten Tradition verabschieden und wohl viele Konsumenten verärgern, denn auch Besitzer einer der Vorgängerversionen müssten so den deutlich höheren Preis für eine "Vollversion" zahlen.
Key Cards auch für heruntergeladene Trial-Versionen
Der mögliche Ersatz für die günstigeren Upgrade-Preise wären die ebenfalls günstigeren Preise für die "Product Key Card"-Versionen Solche Key Cards sollen wie die Vollversionen über den Einzelhandel verkauft werden. Im letzten Herbst erklärte Microsoft gültig sein würden. Wie uns Microsoft-Sprecher Rotzinger nun aber sagte, sollen diese Schlüssel auch für die Aktivierung der normalen Testversionen, die man von Microsoft-Seiten herunterladen kann, gebraucht werden können.
Das erhöht die Bedeutung der Key-Card-Verkaufsform gewaltig. Einerseits dürfte sie PC-Hersteller dazu animieren, wesentlich öfter als bisher eine Office-Test- oder -Starterversion auf neuen PCs vorzuinstallieren.
Besitzer von älteren PCs können sich andererseits, falls sie Office 2010 erwerben wollen, nun zwischen einer Schachtel-Variante und einer günstigeren Download-Variante entscheiden. Die Boxvariante kommt mit einer DVD und kann, je nach Version der Office-Suite, auf zwei oder drei PCs installiert werden. (Genaueres dazu in unserem Artikel von gestern.) Die Key-Card-Variante ist günstiger (aber zumindest nach den US-Preisen tendentiell leicht teurer als frühere Upgrade-Versionen von Office 2007) und gilt dafür nur für einen PC – und man muss nicht nur die Software herunterladen, sondern auch noch im Laden eine Schlüsselkarte erwerben.
Falls doch noch Upgrade-Versionen hinzukommen sollten, wird die Situation noch komplizierter.
Die Key-Card-Idee ist der offensichtliche Versuch Microsofts, ganz im Sinne seiner traditionellen und erfolgreichen Strategie, eine verbilligte Download-Version von Office anzubieten und trotzdem seine Retailpartner am Umsatz beteiligen zu können. Ob die Konsumenten allerdings den im Internet-Zeitalter eher archaisch anmutenden Umweg, eine heruntergeladene Software über einen im Laden gekauften Schlüssel aktivieren zu müssen, goutieren werden, scheint uns fraglich. (Hans Jörg Maron)

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