Verzögerungen bei Glasfaser-Ausbau häufen sich

29. Januar 2014, 13:43
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Nun auch in Meilen und Herrliberg.

Nun auch in Meilen und Herrliberg.
In den Zürcher Gemeinden Meilen und Herrliberg kommt es beim Glasfaser-Ausbau zu Verzögerungen, wie die 'Zürichsee-Zeitung' berichtet. Herrliberg und Energie und Wasser Meilen hatten sich vor einem Jahr - mit Swisscom geeinigt, zusammen das "Fibre-to-The-Home"-Glasfasernetz in den beiden Gemeinden zu bauen. Damit sollte es keinen doppelspurigen Ausbau von zwei Netzen geben, so der Plan. Nun soll der Ausbau aber langsamer vorwärts gehen als geplant - und wieder für Unmut sorgen.
Über 1800 Anschlüsse hätte Swisscom bis Ende Jahr bauen sollen. Nach Angaben der Gemeinde Herrliberg ist bis heute kein einziger fertig, schreibt die Zeitung.
Laut Swisscom-Sprecher Olaf Schulze liege das Problem bei den Glasfaser-Steckdosen der bereits erstellten Anschlüsse. Denn diese seien nicht wie vom Bundesamt für Kommunikation vorgegeben beschriftet gewesen, und mussten im nachhinein einzeln geändert werden, wie er gegenüber der 'Zürichsee-Zeitung' erklärt. Die Vorwürfe seien sehr einseitig formuliert, so die Aussage des Telcos.
Die Verzögerung hält sich aber in Grenzen: In Herrliberg soll der flächendeckende Ausbau bis Frühling abgeschlossen sein, nicht wie geplant im vergangenen Herbst. In Meilen soll das Netz wie geplant bis 2018 fertig sein, schreibt die Zeitung.
Auch in Zürich stockts
Der Glasfaser-Ausbau harzt aber auch in Zürich, und auch mit Swisscom. Erst dieses Wochenende wurde bekannt, dass das Stadtzürcher Elektrizitätswerk EWZ mit mehreren Monaten Verzögerungen rechnet.
Der Grund für die Verzögerung sind hier aber nicht die Steckdosen, sondern die Übergabe der Glasfaser-Anschlüsse. Denn die beiden Unternehmen verwenden unterschiedliche IT-Systeme. (lvb)

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