Videowände mit Gesten steuern

21. Mai 2015, 08:59
  • innovation
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Direkte Interaktion mit Videowand im Kontrollraum.

Das deutsche Fraunhofer IOSB (Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung) hat ein Sensornetzwerk entwickelt, welches Bewegungen des Kopfes und Zeigegesten erkennen, auswerten und in Befehle umwandeln kann. Anwendungsbeispiel ist die direkte und intuitive Interaktion mit grossflächigen Bildschirmen, zum Beispiel mit Videowänden in Kontrollräumen.
Das System arbeitet mit Sensorboxen sowie einer Smartphone App. Das Smartphone kann dann als virtueller Laserpointer und als "Maus" verwendet werden. Man kann Überwachungskameras auf einer Lagekarte auswählen, die Karte verschieben, auf bestimmte Punkte hineinzoomen oder Zusatzinformationen abrufen. Virtuell muss der Laserpointer sein, weil ein Laser auf einer Rückprojekts-Videowand nicht sichtbar ist.
Die Sensorboxen sind ein bisschen angsteinflössend. Sie erfassen nicht nur die Position und die Gesten von Personen, sondern auch das Alter und das Geschlecht aller Personen im Erfassungsbereich.
Das System kann vor allem für Katastrophenmanagement, aber natürlich auch für polizeiliche oder militärische Kontrollräume verwendet werden.
In einem kleinen Film des Fraunhofer Instituts kann man sich das neuartige System anschauen. (hc)

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