Viel Frust, wenig Lust mit E-Mails

12. Dezember 2005, 17:34
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Überforderte, Abhängige, Phobiker oder Disziplinierte: Zu welcher Kategorie der E-Mail User gehören Sie?

Überforderte, Abhängige, Phobiker oder Disziplinierte: Zu welcher Kategorie der E-Mail User gehören Sie?
Sind Sie ein E-Mail-Junkie? Gemäss einer von Symantec in Auftrag gegebenen Studie unter rund 500 Mitarbeitenden und IT-Managern von grossen europäischen Unternehmen steht die Chance dazu ungefähr eins zu fünf. Jeder fünfte Teilnehmer in dieser Umfarge gab an unter einem "zwanghaften Umgang mit E-Mails" zu leiden. Charakterisiert wird dieser Zustand davon, dass man ständig und zwanghaft seine Mails abruft und in Panik gerät, sobald kein E-Mail-Zugang vorhanden ist.
Neben diesen "Abhängigen" (21 Prozent) identifiziert Symantec noch drei weitere Typen. Die "Überforderten", etwa 6 Prozent, der Befragten, fühlen sich im Berufsalltag mit E-Mails nahezu bombardiert und können diese auch gar nicht alle lesen, versuchen aber gemäss Symantec trotzdem, immer den Überblick zu bewahren. Dazu passt, dass in dieser Kategorie der grösste Anteil von BlackBerry-Besitzern zu finden ist. (BlackBerry ist gegenwärtig das bekannteste Gerät, um mobilen Zugang zu seinen Firmenmails zu haben.) Die Abhängigen hingegen brauchen lieber gleich einen ausgewachsenen Laptop: Bei ihnen ist der Anteil der Laptopbesitzer am grössten, die auch außerhalb des Büros damit ihre E-Mails abrufen.
Die "Phobiker", etwa 10 Prozent, stehen der ganzen E-Mailerei skeptisch gegenüber und versuchen selbst, eher mündlich zu kommunizieren. Und glücklich ist wohl am ehesten, wer zur vierten Kategorie, den "Disziplinierten", gehört. Ihr Umgang mit E-Mails ist gemäss Symantec "sehr entspannt" und sie nutzen E-Mail meist nur während der Arbeitszeit. Zu ihnen gehören 49 Prozent der Befragten. (Was mit den restlichen 14 Prozent los ist, wissen wir nicht. Vielleicht mussten sie gerade ein E-Mail lesen und konnten die Frage nicht beantworten.)
Zum Frust von Überforderten und Abhängigen dürfte auch die immer weiter steigende E-Mail-Flut beitragen. Die Menge der der ein- und ausgehenden Mails ist laut der Umfrage in den letzten zwölf Monaten um durchschnittlich 47 Prozent gestiegen. Ein Teil des Anstiegs wird vom Spam verursacht. 25 Prozent der Befragten gaben an, dass sie täglich 20 Prozent und mehr Spam-Mails erhalten.
Aber ein mindestens ebenso grosser Faktor für die E-Mail-Flut ist die Tendenz dazu, E-Mail für immer mehr Funktionen zu brauchen. "In den letzten Jahren hat sich die Bedeutung von E-Mail deutlich gewandelt“, meinte dazu Achim Deboeser, Vice President EMEA Central Region bei Symantec. "E-Mail ist längst nicht mehr nur ein Mittel zur Kommunikation, sondern hat sich inzwischen zu einem wichtigen Instrument im Geschäftsleben entwickelt. Menschen, die E-Mails aus geschäftlichen Gründen nutzen, kommunizieren nicht mehr nur ausschließlich damit, sondern verwenden Mails für viele unterschiedliche Zwecke – beispielsweise zur Verwaltung ihres Terminkalenders oder ihrer Kontaktdaten, zum Ablegen von Informationen oder auch zur Dokumentation von Geschäfts-
abläufen." (Hans Jörg Maron)

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