Viele Erwerbstätige sehen verändertes "Wesen ihrer Arbeit"

10. Dezember 2019, 14:02
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Eine Digitalisierungs-Studie des Bundes zeichnet ein differenziertes Bild des IT-Einsatzes am Arbeitsplatz.

Eine Digitalisierungs-Studie des Bundes zeichnet ein differenziertes Bild des IT-Einsatzes am Arbeitsplatz.
Die Arbeitswelt scheint eine der bedeutendsten Quellen für digitale Kompetenz zu sein. Nahezu ein Viertel der Erwerbstätigen hat gemäss einer Erhebung des Bundesamts für Statistik (BFS) den Eindruck, dass sich die Arbeit in den letzten zwölf Monaten verändert hat, weil ein digitales Werkzeug eingeführt wurde, dessen Handhabung sie lernen mussten beziehungsweise konnten.
Fast ein Drittel der Befragten finden, sie würden immer mehr Zeit benötigen, um sich immer neue Kompetenzen anzueignen. Fast jeder Vierte gab an, dass aufgrund von Software oder neuer Ausrüstung das "Wesen seiner Arbeit" anders geworden sei.
Fast jeder vierte Erwerbstätige ist der Meinung, dass digitale Hilfsmittel die Zusammenarbeit mit den Kollegen oder Geschäftspartnern vereinfacht haben. Jeder fünft rapportierte dem BFS allerdings, dass seine Arbeitsleistung mittlerweile stärker beobachtet und beurteilt werde.
Mittlerweile nutzen 87 Prozent der Erwerbstätigen in der Schweiz bei der Arbeit einen Computer oder eine andere elektronische Infrastruktur. 57 Prozent arbeiten mit einer fachspezifischen Software, etwa für Design oder Datenanalyse. Und 14 Prozent sind schliesslich für die Entwicklung oder den Unterhalt von Software oder IT-Systeme verantwortlich.
Nahezu 40 Prozent aller Beschäftigten erhalten ihre Aufgaben oder Anweisungen über eine Fachanwendung. Zudem wird für die Arbeit bei einem Viertel der Befragten Social Media eingesetzt.
Mehr E-Banking und viel Online-Shopping
Die Erhebung des BFS umfasste auch Fragen zur Nutzung des Internets: Offenbar holen hier die älteren Semester auf, es mangelt ihnen aber oftmals an digitaler Kompetenz. Insgesamt nutzen laut Erhebung 93 Prozent der Schweizer Wohnbevölkerung das Internet. Bei den 15- bis 55-Jährigen sind es sogar fast 100 Prozent.
Wichtigstes Teilgebiet der Internetnutzung im Privatgebrauch ist die Kommunikation. Aber auch E-Commerce und E-Banking stehen hoch im Kurs: So suchen etwa 77 Prozent nach Waren und Dienstleistungen, 70 Prozent bestellen dann auch tatsächlich Waren im Internet. 68 Prozent der Befragten betreiben E-Banking, was eine Zunahme von sieben Prozent im Vergleich mit 2017 bedeutet. Erheblich zugenommen haben Videokonferenzen mit 24 Prozentpunkten. Sie werden mittlerweile von 65 Prozent der Bevölkerung genutzt.
Die sogenannte Omnibus-Erhebung des BFS wird alle zwei Jahre bei 3000 Haushalten beziehungsweise Personen zwischen 15 und 88 Jahren der ständigen Wohnbevölkerung durchgeführt. Die aktuelle Befragung per Online-Fragebogen und Telefongesprächen fand zwischen April und Juni 2019 statt. (ts/mit Material von Keystone-sda)
Foto Front: Canva Studio from Pexels

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