Viele neue Serviceaufträge für IBM

20. Januar 2010, 09:21
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Das Servicegeschäft zieht an. Einbruch bei Mainframes.

Das Servicegeschäft zieht an. Einbruch bei Mainframes.
IBM hat im vierten Quartal 2009 seinen Umsatz, verglichen mit dem Schlussquartal des Jahres 2008, um 0,8 Prozent auf 27,23 Milliarden Dollar steigern können. Der Reingewinn stieg vor allem Aufgrund von Sparmassnahmen um 9 Prozent auf 4,81 Milliarden Dollar. (Währungsbereinigt würden allerdings die genannten und alle folgenden Wachstumszahlen je rund fünf bis sieben Prozent tiefer liegen.)
Erfreulich lief es für Big Blue vor allem im Servicegeschäft. Der Umsatz des Gesamtbereichs Global Services stieg zwar nur um 2 Prozent auf 15,7 Milliarden Dollar, aber Big Blue konnte einen klaren Anstieg bei den neuen Vertragsabschlüssen verzeichnen: Neue Serviceaufträge im Wert von 18,8 Milliarden Dollar bedeuteten einen Anstieg um 9 Prozent verglichen mit den letzten Quartal des Vorjahrs. Haupttreiber war das Outsourcing-Geschäft, mit einem Anstieg der Neuaufträge um 15 Prozent auf 11,4 Milliarden Dollar.
Der Umsatz mit Software stieg um 2 Prozent auf 6,6 Milliarden Dollar. Im Hardwaregeschäft sank der Umsatz noch um 4 Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar. Damit zeigte sich der Schrumpfkurs auch im Hardwaregeschäft deutlich verlangsamt – im Gesamtjahr sank der Hardwareumsatz bei IBM um mehr als 15 Prozent. Weiterhin sehr harzig läuft allerdings das Mainframebusiness: Der Umsatz mit den "System z"-Mainframeprodukten sank auch im vierten Quartal noch um 27 Prozent.
Für das Gesamtjahr 2009 sank der Umsatz von Big Blue verglichen mit 2008 um 7,6 Prozent auf 95,8 Millarden Dollar, während der Reingewinn um 8,8 Prozent auf 13,4 Milliarden Dollar stieg. Für das laufende Jahr hat IBM seine Gewinnprognose nun noch leicht erhöht und erwartet einen weiteren Gewinnanstieg um rund 10 Prozent.
"Wir sind sehr zuversichtlich für 2010 und glauben, dass wir imstande sein werden, uns am oberen Ende unserer Prognosen zu bewegen", gab IBM-Chef Samuel Palmisano dazu zu Protokoll. Im Gespräch mit der Presse gab sich allerdings sein Finanzchef Mark Loughridge noch etwas vorsichtiger: "Wir sehen einige ermutigende Anzeichen in unserem Geschäft, aber ich möchte noch etwas warten um zu sehen, ob dies eine längerfristige Erholung ist, bevor wir unsere Erwartungen weiter erhöhen." (hjm)

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