Viele Schweizer Firmen verlieren durch Cyberattacken Geld

29. Mai 2018, 15:24
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Cyberattacken verursachen bei Schweizer Firmen Schäden in Sachen Geld.

Cyberattacken verursachen bei Schweizer Firmen Schäden in Sachen Geld. Fast bei der Hälfte der Opfer hätten die Angriffe finanzielle Folgen oder eine Störung der Geschäftstätigkeit zur Folge gehabt, schreibt das Beratungsunternehmen KPMG auf Basis einer Umfrage.
Bei einem Drittel der angegriffenen Unternehmen seien vertrauliche Informationen an die Öffentlichkeit gelangt, bei einem Viertel habe die Cyberattacke einen Reputationsschaden verursacht.
Besonders häufig von finanziellen Schäden betroffen waren laut der Studie Banken und Versicherungen. In diesen Branchen hätten drei Viertel der erfolgreichen Cyberangriffe zu finanziellen Verlusten geführt.
Laut KPMG legen die Unternehmen bei der Bekämpfung von Cyberkriminalität den Fokus zu sehr auf die eigene Organisation. Drittpartei-Risiken würden hingegen vernachlässigt. So gab laut der Mitteilung knapp die Hälfte der Befragten (44 Prozent) an, dass sie über keine Kontrollinstrumente bei ihren Lieferanten verfügten.
Bei den Angriffen liessen sich ausserdem zwei Trends beobachten, wie Matthias Bossardt, Leiter Cyber Security bei der KPMG Schweiz an einer Pressekonferenz in Zürich zu 'AWP Video' sagte. Einerseits gingen die Kriminellen deutlich gezielter vor als in der Vergangenheit. Andererseits sei ein Wandel weg von sogenannter Ransomware hin zu Cryptojacking, heimlichem Krypto-Mining mit fremden Ressourcen, zu beobachten. (sda/ts)

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