Viele suchen DevOps-Spezialisten, wenige bilden sie aus

24. März 2020, 13:15
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Eine neue Studie zeigt: Softskills sind im DevOps-Bereich fast so gefragt wie Know-how in Sachen Prozess und Automatisierung.

Das DevOps Institute hat sich der Förderung der "menschlichen Elemente von DevOps" verschrieben. Nun hat der globale Zusammenschluss von IT-Fachleuten seinen zweiten Bericht dazu vorgelegt. Darin werde definiert, welches die wichtigsten Fähigkeiten sind, um die Transformationsziele von DevOps in IT-Unternehmen jeder Grösse zu erreichen, verspricht das DevOps Institute.
Wissen in Sachen Automatisierung und Prozesse sowie Soft Skills werden als die drei wichtigsten Fähigkeiten angeführt, die unbedingt vorhanden sein müssten. Prozesswissen nannten 69% der rund 1200 Befragten. Es führt damit neu vor dem Know-how in Sachen Automatisierung (67%) die Rangliste an.
Soft Skills wurden von 61% als zwingend bezeichnet. Dabei wurden vor allem auf Kollaboration und Kooperation, Problemlösung und sogenannte interpersonale Skills Gewicht gelegt. Letzteres bezeichnet Kommunikation und den Aufbau von Beziehungen.
"Die menschliche Transformation ist der wichtigste Erfolgsfaktor, um DevOps-Praktiken für IT-Unternehmen zu ermöglichen", sagt Jayne Groll, CEO des DevOps Institute. Man müsse die Menschen ebenso oft auf den neusten Stand bringen wie die Technologie.

Die grösste Hürde bleibt die Rekrutierung von Spezialisten

Die Transformation sei nach wie vor für über die Hälfte der Unternehmen schwierig, heisst es im Report. Und zwar auf allen Ebenen: Menschen, Prozesse und Technologien.
Herausforderung Nummer 1 ist nach wie vor die Rekrutierung von DevOps-Spezialisten. Etwas über die Hälfte der Firmen sucht derzeit Fachkräfte. 65% sagten, dass dies eine Herausforderung sei, wobei über ein Drittel "extreme Schwierigkeiten" angaben. Fast die Hälfte erklärte zudem, dass es schwierig sei, diese zu halten. Das wird kontrastiert durch den Umstand, dass weniger als ein Drittel der Unternehmen ein formales Weiterbildungsprogramm eingeführt haben.

Die meisten Firmen haben getrennte Teams

Bei 19% der Befragten werden separate Teams für Entwicklung und Betrieb geführt. Den kollaborativen Weg – in der Studie bezeichnet als "DevOps ist jedermanns Job" – beschreiten 18% der Unternehmen. Dahinter folgt der Tooling-Ansatz, in dem das DevOps-Team dafür zuständig ist, die erforderlichen Tools zur Verfügung zu stellen.
Agile, DevOps und ITIL erhalten starke Konkurrenz durch Site Reliability Engineering (SRE): Während die Adaption von Agile (81%), DevOps (74%) und ITIL (24%) seit dem Benchmark-Bericht 2019 zugenommen haben, ist die Akzeptanz von SRE von 10% auf 15% geklettert.
Für "Upskilling 2020: Enterprise DevOps Skills Report" wurden Daten von rund 1200 IT-Profis rund um den Globus gesammelt. Die Studie kann beim DevOps Institute bezogen werden.

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