Vier neue Profs sollen IT-Kompetenzen der ETHZ stärken

18. Mai 2017, 15:34
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Die ETH Zürich hat 15 neue Professoren ernannt und dabei mit vier Personen die Lehr- und Forschungs-Kompetenzen in der IT und angrenzenden Gebieten gestärkt.

Die ETH Zürich hat 15 neue Professoren ernannt und dabei mit vier Personen die Lehr- und Forschungs-Kompetenzen in der IT und angrenzenden Gebieten gestärkt.
Torsten Hoefler wird zum ausserordentlichen Professor für skalierbares Parallelrechnen ernannt. Die Forschungsgebiete des 36-Jährigen umfassen Systementwurf, Programmierung und Leistungsanalyse des Hochleistungsrechnens auf hochgradig parallelen System. Um die Benutzungseffizienz dieser Systeme zu verbessern, setzt er beispielsweise Programmiermodelle ein, die eine höhere Abstraktionsebene verkörpern.
Mit Ulrik Brandes, der derzeit Professor an der Universität Konstanz ist, wird ein ordentlicher Professor für soziale Netzwerke an der ETH Zürich seine Arbeit aufnehmen. Der 49-Jährige fokussiert seine interdisziplinär ausgerichtete Forschung auf methodische Grundlagen der Netzwerkforschung und deren Anwendung auf soziale Netzwerke. Er geht insbesondere der Frage nach, wie sich die Lücke zwischen sozialwissenschaftlicher Theorie und datananalytischer Methodik verringern lässt. Er stärke die Schwerpunkte soziale Netzwerke und Computational Social Science und schaffe Synergiepotential innerhalb der ETHZ und mit der Universität Zürich, schreibt die Hochschule.
Auch im Bereich der autonomen Fahrzeuge verstärkt sich die ETHZ. Francesco Corman wird sich als Assistenzprofessor mit der Weiterentwicklung entsprechender Verkehrssysteme befassen. Seine Doktorarbeit verfasste der 35-Jährige zur Echtzeitoptimierung von Fahrplänen. Mit seinem Know-how sei er prädestiniert, Synergiepotential mit bestehendem Wissen in Informatik, Mathematik und Robotics zu schaffen und zu nutzen, teilt die ETHZ mit.
Eftychia Vayena wird zur ordentlichen Professorin für Bioethik ernannt. Die 45-Jährige gilt als Expertin für ethische Fragen in Zusammenhang mit der digitalen Entwicklung im Gesundheitswesen. So untersucht sie die Rechte des Einzelnen auf seine Genom- und Gesundheitsdaten und interessiert sich insbesondere für die zunehmende Bedeutung der persönlichen Daten, die über Smartphone-Sensoren erhoben werden. Die ETH Zürich erhofft sich mit Vayena eine Stärkung der Kompetenz in der Gesundheitsethik, insbesondere mit Hinblick auf die Ausbildung von Medizinstudenten und will eine Verbindung zum strategischen Forschungsschwerpunkt Big Data herstellen.
Donald Kossmann, ordentlicher Professor für Informatik, wird die ETH Zürich Ende Oktober verlassen und eine leitende Position in der Industrie übernehmen. Er forschte im Bereich der Optimierung und Skalierbarkeit von Datenbank- und Informationssystemen sowie von Web-Services-Plattformen. (ts)

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