Virtualisierung bleibt die prägende IT-Technologie

27. September 2010, 12:37
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Virtualisierung beeinflusst alle Aspekte der IT-Beschaffung.

Virtualisierung beeinflusst alle Aspekte der IT-Beschaffung.
Auch wenn die Virtualisierungstechnologie schon eine grosse Verbreitung gefunden hat und es kaum noch grössere Unternehmen ganz ohne virtualisierte Infrastrukturen gibt, wird Virtualisierung auch in den nächsten Jahren noch die IT-Technologie bleiben, welche die meisten Veränderungen auslöst, glaubt Marktforscher Gartner.
Laut Gartner haben weltweit gesehen gegenwärtig bereits mehr als 80 Prozent aller Unternehmen ein Virtualisierungsprogramm in irgendeiner Form in Gang gesetzt. (In den USA und Europa dürfte die Prozentzahl wohl noch höher liegen). Wirklich auf virtualisierte Infrastruktur migriert wurde aber erst rund 25 Prozent der Arbeitslasten.
Neben der Virtualisierung weiterer Arbeitslasten steht für viele Unternehmen laut Gartner in den nächsten Jahren eine weitere Automatisierungs des Managements der virtualisierten Umgebungen auf dem Programm. Zudem, glaubt Gartner, könnte es in den nächsten Jahren einen massiver Boom im Bereich Desktop-Virtualisierung geben.
Lizenzbestimmungen genau prüfen
Und darüber hinaus beeinflusst die Technologie auch die gesamte IT-Beschaffung. "Virtualisierung prägt gegenwärtig allle Aspekte einer effizienten IT", erläutert Gartner-Experte Philip Dawson, "inklusive Rechenzentrumsdesigns, Plattform-Updates, Applikations- und Infrastruktur-Modernisierung sowie traditionelle und neue Beschaffungsmodelle wie Cloud-Computing."
Als Bremsklotz für die Virtualisierung identifiziert Gartner weiterhin die Lizenzbestimmungen der Softwareanbieter. Diese versuchen zwar, sich aus dem "Ein Server, eine Applikation"-Zeitalter zu lösen, und experimentieren viel, machen damit aber auch die Situation komplizierter. Beschaffungsverantwortliche, so Gartner, sollten deshalb gegenwärtig deutlich mehr Zeit dafür veranschlagen als früher, um bei jeder Vertragsverhandlung die Lizenzbestimmungen genau zu prüfen und dabei auch abzuschätzen, wie sie sich in Zukunft auswirken könnten. (hjm)

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