Virtueller Bummel durch Schweizer Zoos und Schlösser

7. Juli 2011, 12:18
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Bilder von sieben Schweizer Sehenswürdigkeiten neu auf Google Street View. Abkommen mit Datenschützer sei davon nicht betroffen.

Bilder von sieben Schweizer Sehenswürdigkeiten neu auf Google Street View. Abkommen mit Datenschützer sei davon nicht betroffen.
Trotz der gerichtlichen Auseinandersetzung mit dem obersten Schweizer Datenschützer Hanspeter Thür wegen Street View, hat Google heute morgen Bilder von sieben Schweizer Sehenswürdigkeiten auf seinem Strassenansichts-Dienst veröffentlicht. So kann neu virtuell zwischen den Mauern der Burgen von Bellinzona sowie den Schlössern Chillon und Gruyère spaziert, durch die Zoos von Basel und Zürich geschlendert oder dem Heididorf und dem Stade Suisse ein Besuch am Bildschirm abgestattet werden.
Damit baut Google das Angebot an Schweizer Inhalten in Street View weiter aus, obwohl der Konzern Ende 2009 ein Abkommen mit Datenschützer Thür schloss, worin sich das Unternehmen verpflichtete, vorläufig keinen weiteren Bilder mehr aufzuschalten. Die Aufschaltung der jüngsten Bilder sei vom Abkommen aber nicht betroffen, wie Patrick Warnking, Chef von Google Schweiz, heute morgen erklärte: "Bilder dürfen nach wie vor hochgeladen werden, wenn darauf keine Person zu sehen ist, oder diese explizit ihre Zustimmung für die Veröffentlichung gegeben haben."
Der Konzern scheint bei den Kamerafahrten in der Tat darauf bedacht gewesen zu sein, nicht gegen diese Vereinbarung zu verstossen. Wie ein kurzer virtueller Rundgang auf den neu aufgeschalteten Fotos nämlich zeigt, sind darauf nur sehr wenige Personen oder Fahrzeuge zu finden. Und das hat System, denn wie Patrick Lardi, Vizedirektor von Ticino Tourismus, erklärte, habe man die Aufnahmen bewusst an einem Tag geschossen, an dem die Stätten für das Publikum geschlossen waren. Ob auch die Tiere dem automatischen Filter zum Opfer fielen oder gerade ihren freien Tag einzogen, ist nicht bekannt. Wir haben zumindest nur sehr wenige Tiere im Zoo Zürich entdecken können.
Der zu einem grossen Teil beim Google-Ableger in Zürich entwickelte Kartendienst werde rege benutzt, so Warnking. So seien bisher rund 212 Millionen Schweizer Bilder in Street View angeschaut, worden und täglich würden User weltweit insgesamt 1 Million Stunden damit verbringen, nach Kartenausschnitten in Maps zu suchen. Rund 1000 Schweizer Unternehmen hätten zudem bereits die Street-View-API in ihre Webseite integriert. (bt)
Bild: Einsames Nashorn im Zoo Zürich. (Quelle: Google Schweiz)

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