"Virtueller Protest" gegen IBM

28. September 2007, 08:47
  • politik & wirtschaft
  • ibm
image

Italienische IBM-Angestellte organisieren Protestaktionen in Second Life.

Italienische IBM-Angestellte organisieren Protestaktionen in Second Life.
Während sich der Rest der Welt langsam vom ärgsten Second Life-Hype zu erholen scheint, nutzt IBM diese virtuelle Welt emsig, unter anderem auch als Testarena für den Umgang mit zukünftigen virtuellen Welten. Da scheint es nur logisch, dass IBM-Angestellte aus Italien nun erstmals Second Life auch als Ort für Arbeitskampfmassnahmen nutzen.
Die Gewerkschaft Sindicale Unitaria IBM Vimercate (RSU) hatte IBM-Angestellte weltweit zu den Protestaktionen aufgerufen, die vorgestern starteten. Gestern sollen sich gemäss der Gewerkschaft 1853 Personen aus rund 30 Ländern daran beteiligt haben. IBM beschäftigt allein in Italien allerdings rund 9000 Angestellte.
Damit die Teilnehmer an den Aktionen auch als solche erkennbar sind, hat die RSU eine "Protestkit" für Second Life, mit Plakaten und speziellen T-Shorts für die Avatare berietgestellt. Ein Video der (etwas lahmen) "Action" findet man hier. Gestern, so berichtet die RSU stolz, hätten auf sieben IBM-Inseln in Second Life Protestaktionen stattgefunden, und dabei habe man es unter anderem geschafft ein virtuelles IBM Kadermeeting zu unterbrechen. Darauf seien die Protestierenden von den Anwesenden gebeten worden, doch bitte das "Gebäude" zu verlassen.
Die RSU will mit diesen Aktionen auf ihre Forderungen aufmerksam machen. Dazu gehören unter anderem eine leichte Lohnerhöhung, die offizielle Anerkennung einer Arbeitnehmervertretung sowie die Wiederaufwertung einiger periferer Niederlassungen als Kompetenzzentren. (hjm)

Loading

Mehr zum Thema

image

EU plant Haftungsregeln für künstliche Intelligenz

Die EU-Kommission will Private und Unternehmen besser vor "Schäden" durch KI schützen. Gleichzeitig soll das Vertrauen in neue Technologien gestärkt werden.

publiziert am 28.9.2022
image

Edöb: "Vertrauen Behörden nur auf private Gutachten, können sie sich eine blutige Nase holen"

Der Eidgenössische Datenschützer kritisiert Anwaltskanzleien, die Behörden beim Einsatz von US-Cloud-Diensten Sicherheit versprechen. Im Interview schildert Adrian Lobsiger seine Sicht.

publiziert am 28.9.2022
image

Keine kritischen Lücken im E-Voting-System der Post gefunden

Beim Bug-Bounty-Programm gelang es niemandem, in das System oder die elektronische Urne einzudringen. Die Tests gehen aber noch weiter.

publiziert am 28.9.2022 1
image

Frisches Geld für Edtech-Startup Taskbase

Das Zürcher Jungunternehmen konnte in einer Seed-Finanzierungsrunde 1,3 Millionen Franken einsammeln.

publiziert am 28.9.2022