Vista ist immer noch langsamer als Windows XP

7. April 2008, 15:59
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Bericht: Microsoft plant 300-Millionen-Dollar-Imagekampagne. Test: Windows Vista ist immer noch einiges langsamer als XP.

Bericht: Microsoft plant 300-Millionen-Dollar-Imagekampagne. Test: Windows Vista ist immer noch einiges langsamer als XP.
Die US-Reseller-Site 'ChannelWeb' (ehemals 'Computer Reseller News') liess völlig identische PCs jeweils unter Windows Vista mit Service Pack 1 gegen Windows XP mit Service Pack 3 in ihrem Labor gegeneinander antreten und mass die Performance bei verschiedenen einfachen Aufgaben.
Das Ergebnis müsste Microsoft sehr zu denken geben. Bei den meisten Aufgaben war der PC mit dem "alten" Betriebssystem XP messbar schneller als derjenige mit Windows Vista. Auf den PCs war ausser einem OpenOffice keinerlei Zusatzsoftware installiert. Der Restart unter XP dauerte 35 Sekunden, derjenige des PCs mit Vista volle 58 Sekunden. Beim Kopieren eines Files aus dem Netzwerk auf die lokale HD war der Vista-PC etwas (2.29 Min. vs. 2.54 Min.) schneller, während der XP-PC besser bei Performance-Tests mit Geekbench abschloss. Selbst als das schöne Aero-Desktop beim Vista-PC abgeschaltet wurde, war er noch ein bisschen langsamer als sein XP-Gegenstück.
Ebenfalls auffallend ist, dass der Vista-PC beim Erfüllen von einfachen Aufgaben (Browsen mit IE7, Öffnen von Tabellen und Textdokumenten) CPU und Hauptspeicher etwas mehr auslastete als der XP-PC.
300-Millionen-Dollar-Kampagne
Die Performance und schon gar nicht die Ausnützung der vorhandenen Ressourcen wird also für potentielle Kunden kein Argument sein, auf Windows Vista zu migrieren. Dazu passend eine Story, die 'Financial Times Deutschland' letzten Freitag exklusiv brachte. Microsoft plane, mit einer millionenschweren - Financial Times spricht von "mindestens 300 Millionen Dollar" - Kampagne, das Image von Windows Vista, Windows Mobile und der Online-Dienste Live.com aufmöbeln. Man solle nach der Kampagne einen PC nicht trotz, sondern weil Vista drin sei kaufen, zitiert 'FT' einen angeblichen Insider.
Bis zum Start der Kampagne im Herbst will Microsoft PC-Hersteller dazu bringen, ihre Maschinen in neuen, coolen Designs auf den Markt zu bringen. Ausserdem - so die Zeitung - will Microsoft bis dann auch die bisher getrennten Abteilungen für das PC-Betriebssystem, für Windows Mobile und für Live.com unter einem führungsmässigen Dach vereinen.
Sinnlos wäre dies nicht. Denn seine Marktmacht wirklich ausspielen könnte Microsoft, wenn die Grenzen zwischen PC, Smartphone und Internet-Speicher / -Applikationen verschwimmen würde. Es wäre also egal, wo man ist und mit welchem Gerät man arbeitet oder Medien konsumiert - man hätte immer die gleiche Umgebung und die gleichen Daten zur Verfügung - Hauptsache es kommt von Microsoft. (Christoph Hugenschmidt)

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