Vista kann für Adobe-User teuer werden...

22. März 2007, 16:16
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Der wichtige Hersteller für Grafik- und Internet-Software Adobe (Photoshop, InDesign, Dreamweaver) stellt für viele seiner Profi-Produkte keine kostenloses Patches den Betrieb unter Windows Vista zur Verfügung.

Der wichtige Hersteller für Grafik- und Internet-Software Adobe (Photoshop, InDesign, Dreamweaver) stellt für viele seiner Profi-Produkte keine kostenloses Patches den Betrieb unter Windows Vista zur Verfügung. In einem offiziellen "FAQ"-Dokument ("frequently asked questions") heisst es klipp und klar, dass es für Photoshop, InDesign, Dreamweaver, Flash und AfterEffects neue Versionen im Frühjahr und Sommer geben werde und dass die aktuellen Versionen deshalb nicht extra für Vista aktualisiert würden.
Auch FrameMaker 7.2 (eine Software, die man zur Erstellung von technischen Dokumentationen benützt) läuft nicht unter Vista - eine neue Version sei in Vorbereitung, heisst es bei Adobe. Die einst beliebte Lay-Out-Software PageMaker und das Grafik-Programm Freehand werden zwar noch verkauft, aber nicht mehr weiter entwickelt - sie werden nie je unter Vista zu laufen kommen.
Die Probleme der aktuellen Versionen von Adobes Prof-Software mit Vista sind teilweise gravierend. So crasht Dreamweaver unter Vista manchmal oder startet schon gar nicht und Photoshop CS2 verlangt bei jedem Neustart eine neue Registrierung der Software.
Besitzer von neuen PCs mit Vista werden in die Tasche greifen müssen
Selbst das weit verbreitete kostenlose Programm "Acrobat Reader 8" hat gemäss Adobe einige Probleme mit Vista. Man teste zur Zeit Acrobat mit der fertigen Version von Vista und wird "in der ersten Hälfte 2007" einen Update für das wichtige Programm bringen. Ältere Versionen des Readers werden hingegen nie mit Vista laufen.
Die Interpretation, dass Adobes relativ unfreundliche Haltung gegenüber Windows Vista auch damit zu tun hat, dass Microsoft Adobe in immer mehr Geschäftsfeldern nun konkurrenziert, liegt nahe. Man streitet sich beispielsweise um die Exportfunktion für PDF-Dateien in Office 2007.
Für alle, die einen neuen PC mit vorinstalliertem Windows Vista gekauft haben oder kaufen werden, wird die Sache teuer und umständlich werden. Wer jetzt Adobes Profi-Software auf einem Vista-PC benützen will, muss mit Problemen rechnen und zusätzlich noch später auf jeden Fall die neuen Versionen, respektive die Updates der Software kaufen. Die Haushaltskasse, respektive die Buchhalterin sagen: "Wow". (Christoph Hugenschmidt)

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