Vista kommt - EU "prüft" Beschwerde

29. Januar 2007, 14:58
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Geburt unter Nebengeräuschen

Geburt unter Nebengeräuschen
Morgen wird Microsoft auf dem Berner Waisenhausplatz ein Zelt aufstellen (lassen) und unter Beizug von etlicher Prominenz aus dem helvetischen Sport-, Kultur- und Politikschaffen die neuen, nun für jedermann erhältlichen, Versionen des Betriebssystems Windows und der Office-Produkte offiziell lancieren. Die Walliseller bringen zwar nicht gerade Bill Gates persönlich nach Bern aber immerhin dessen persönlichen Demo-Assistenten Shanen Boettcher. Da passt der Waisenhausplatz ganz gut, denn dort finden fast alle Demos in Bern entweder ihren Anfang oder ihr Ende.
Microsoft wäre nicht Microsoft und Windows nicht Windows, wenn nicht gleichzeitig aus irgendeiner Ecke mit dem Antikartell-Knüppel gewedelt würde. So sagte ein Sprecher der obersten EU-Wettbewerbshüterin Neelie Kroes zur deutschen Depeschenagentur, man "prüfe" die Eingabe des "ECIS" (European Commitee for Interoperability). Die Industrievereinigung ECIS, zu der auch Schwergewichte wie IBM, Oracle und Nokia gehören, hat sich erst letzte Woche bitterlich beklagt, mit Windows Vista wolle Microsoft seine Dominanz auf das Internet ausdehnen. Das ECIS hat offenbar im Februar eine Beschwerde bei der EU Kommission deponiert und diese im Dezember ergänzt.
Zwischen Microsoft und der EU-Wettbewerbskommission sind noch immer mehrere Verfahren hängig, bei denen es um hohe Bussen geht. Vor knapp einem Jahr kursierten sogar Befürchtungen, Einwände der europäischen Antitrust-Behörde könnten den Start von Windows Vista in Europa gar verzögern. (hc)

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