Vista-Migration: Bund erreicht "point of no return"

11. März 2009, 12:25
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Der Bund standardisiert seine Büroautomation und migriert gleichzeitig 35'000 PC-Arbeitsplätze auf Vista und Office 2007. Ab 2011 spart er durch die Standardisierung 15 Millionen pro Jahr.

Der Bund standardisiert seine Büroautomation und migriert gleichzeitig 35'000 PC-Arbeitsplätze auf Vista und Office 2007. Ab 2011 spart er durch die Standardisierung 15 Millionen pro Jahr.
Dass alle elektronischen Arbeitsplätze des Bundes standardisiert werden und Microsoft dabei eine zentrale Rolle spielt, ist bereit seit Sommer 2007 bekannt, dass der Bund auf Windows Vista und Office 2007 migrieren wird. Wenige Monate später begann die Migration und mittlerweile ist man so weit, dass man an der Ausstattung des standardisierten Arbeitsplatzes nichts mehr ändern kann. Die Migration einzelner Departemente steht zwar noch bevor, doch eine Migration der ausstehenden Arbeitsplätze auf den Vista-Nachfolger Windows 7 (der Ende 2009 erscheinen soll) würde die angestrebte Standardisierung unterlaufen. Dies, auch wenn das departementsübergreifende Programm "Büroautomation Bund" (BA Bund) erst im Juni 2011 abgeschlossen sein wird.
EVD hatte noch Win2K
"Wir haben den 'point of no return' erreicht", sagt Peter Fischer, Delegierter für die Informatikstrategie des Bundes (ISB), gegenüber inside-it.ch. Fischer glaubt, dass eine Windows-7-Fassung für Firmen und Institutionen von der Grössenordnung und Komplexität der Bundesverwaltung nicht vor 2011 einsetzbar sein wird. Das Volkswirtschaftsdepartement (EVD), das als erstes Departement auf Vista migriert wurde, setzte noch Windows 2000 ein. Im EVD hätte man also unmöglich länger warten können. Departemente, die noch nicht migriert wurden, erhalten gemäss Vorgaben den gleichen Standard-Arbeitsplatz – und damit Vista und Office 2007.
Fischer verweist darauf, dass die Standardisierung von 35'000 elektronischen Arbeitsplätzen ein langwieriger Prozess ist. Man gehe in Etappen vor, weil jedes Departement seinen eigenen Rhythmus habe. Beispielsweise habe man das EJPD (Justiz- und Polizeidepartement) in der akuten Phase des Schengen/Dublin-Projekts nicht noch mit der Migration belasten können. Die nächsten Migrations-Etappen sind die Bundeskanzlei (in Gang) und ab Sommer das VBS (Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport). Ämter aus dem EFD (Finanzdepartement) folgen ebenfalls dieses Jahr.
Gemäss dem Verpflichtungskredit des Bundesrates werden für das Programm "BA Bund" knapp 44 Millionen Franken investiert. Hinzu kommen Kosten für die Migration der Fachanwendungen. Fischer rechnet durch die Standardisierung der Arbeitsplätze mit jährlichen Einsparungen von 15 Millionen Franken. (Maurizio Minetti)

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