Vista SP1: Gemischte Gefühle (der anderen)

11. Februar 2008, 15:41
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Unterschiedliche Testberichte: Manches läuft (vielleicht) schneller, manches (vielleicht) langsamer. "Slipstreaming" nicht mehr so einfach.

Unterschiedliche Testberichte: Manches läuft (vielleicht) schneller, manches (vielleicht) langsamer. "Slipstreaming" nicht mehr so einfach.
Der Redaktion von inside-it.ch fehlt, um ehrlich zu sein, sowohl die Zeit als auch der innere Drang zu intensiven Produktetests. Als Alternative haben wir dafür die ersten Berichte von renommierten Medien gesammelt, die bereits die Endversion des Service Packs 1 (SP1) für Windows Vista testen konnten. Für Tester und bestimmte Unternehmenskunden werden diese Endversionen seit letzter Woche verteilt. Für die allgemeine Öffentlichkeit beginnt das SP1-Zeitalter Mitte März.
Eines kann man schon vorwegnehmen: Der Service Pack 1 wird, wie schon Vista selbst, keine Begeisterungsstürme hervorrufen. Es gibt zwar eine Vielzahl von Verbesserungen, wie verbesserte Unterstützung für Standards, eine Verbesserung des Update-Prozesses selbst, eine vollständigere Treibersammlung, bessere Verschlüsselung uvm. Diese sind allerdings mehrheitlich für Unternehmen nützlich und befinden sich "unter der Haube", wo Endanwender sie kaum bemerken. Eine Übersicht dazu findet man in einem Technet-Artikel von Microsoft.
Viele Enduser hätten aber wohl gerne greifbarere Verbesserungen, insbesondere beim Tempo des Betriebssystems. Microsoft verspricht Verbesserungen zum Beispiel beim Kopieren von grossen Files. Aber gerade in dieser Beziehung kommen die Tester zu durchzogenen Ergebnissen.
Unterschiedliche Testergebnisse
Robert Vamosi von 'News.com' berichtet beispielsweise, dass einige Anwendungen wie Bildbearbeitung mit Photoshop oder das Codieren mit iTunes schneller werde. Auch das Kopieren von Files auf der internen Harddisk sei nach der Installation von SP1 etwas rascher geworden. Das Kopieren von einer externen HD auf die interne HD dauere dagegen etwa gleich lange, wie bisher, und das Schreiben auf eine externe HD sogar deutlich länger.
Melissa Perenson von PCWorld erklärt, dass das Kopieren grosser Files von einer Flashkarte auf die interne HD etwa zehn Prozent weniger lang brauche. Zwei unterschiedliche, rechenintensive Anwendungen liefen dafür auf zwei unterschiedlichen PCs einmal besser und einmal schlechter. Wie sich der SP1 genau auswirkt, dürfte also auch von der individuellen Konfiguration des PCs, sprich vor allem CPU, RAM und HD-Tempo abhängen.
Bei Boot- und Shutdown-Zeitien fand Vamosi einen leicht negativen und Peterson einen leicht positiven Einfluss des SP1. Immerhin sind sich beide Tester einig: Auf Batterielaufzeiten von Notebooks wirkt sich der SP1 nicht aus. Die Installation des Service-Packs, die allerdings beide nicht per Online-Update, sondern von einer DVD aus vornahmen, lief dafür relativ zügig. Sie dauerte, inklusive Reboots, zwischen einer halben und einer ganzen Stunde.
Slipstreaming auf Umwegen
Ein ganz anderer, vor allem für professionelle Heimanwender und manche PC-Betreuer in KMU möglicherweise relevanter Aspekt wird von Steven Parker von 'neowin' aufgegriffen: Das "Slipstreaming", die eigenhändige Integration des Service Packs in ein Windows-Image, so dass man bei der Installation von neuen PCs gleich ein Windows inklusive SP hat, ist bei Vista komplizierter geworden, als bei XP. Man kann die Integration nicht mehr direkt an einem Image-File vornehmen, sondern muss dieses zuerst auf einem PC installieren, dann den SP installieren, und zuletzt wieder ein neues Image erstellen. Für Unternehmskunden mit Select oder Enterprise Agreement-Lizenzen wird Microsoft DVDs mit bereits vorintegriertem SP1 zur Verfügung stellen. (Hans Jörg Maron)

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