VMwares neue Produktewelle

27. August 2013, 11:19
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Software-defined dieses und jenes und eine Offensive als Cloud-Provider - vorerst allerdings hauptsächlich in den USA.

Software-defined dieses und jenes und eine Offensive als Cloud-Provider - vorerst allerdings hauptsächlich in den USA.
Der Virtualisierungsspezialist VMware wird an der diese Woche stattfindenden Kundenkonferenz VMworld in San Francisco eine ganze Reihe von neuen oder erneuerten Produkten und Services vorstellen.
Virtual SAN
Aus den bisher angeündigten Produkten sticht "VMware Virtual SAN" hervor, VMwares Beitrag zum Thema Software Defined Storage. Ähnlich wie zum Beispiel die Produkte von ScaleIO kann Virtual SAN lokale "Direct-Attached"-Diskkapazitäten von Servern zu Pools zusammenfassen und Appliationen auf anderen Servern als virtuelles Storage-Area-Network zur Verfügung stellen. Virtual SAN ist komplett in vSphere integriert, so dass man über die Management-Suite mit der Zusatzsoftware neben Computingkapazität auch Storagekapazität virtualisieren und verwalten kann.
Wie der Gartner-Analyst Chris Wolf gegenüber 'Ars Technica' erklärte, hat "Virtual SAN" seiner Meinung nach das Potential, eine "grosse Sache" zu werden. Kunden könnten damit zusätzliche SAN-Kapazitäten schaffen, ohne in traditionelle Storage-Hardware investieren zu müssen. Im Gegensatz zu VMwares bisheriger Storage-Software erlaube es das neue Produkt zudem, lokale Diskkapazitäten zu nutzen und trotzdem ohne Zusatzprodukte virtuelle Maschinen live migrieren zu können. vSAN sei ausserdem redundant und hoch verfügbar. Laut VMware ist Virtual SAN aufgrund seiner verteilten Architektur ohne Leistungsprobleme skalierbar. Die I/O-Leistung eines damit eingerichteten virtuellen SANs liege im Bereich von traditionellen Midrange-Storage-Systemen. Das Produkt liegt gegenwärtig als Betaversion vor und soll in der ersten Hälfte 2014 kommerziell erhältlich sein.
Netzwerkvirtualisierung mit NSX
Ein weiteres neues - oder zumindest neu gebündeltes - VMware-Produkt ist "NSX", eine Software zur Virtualisierung von Netzwerken. Laut VMware kann damit die komplette Netzwerk- und Security-Infrastruktur in einem Rechenzentrum, von Layer 2 bis Layer 7, virtualisiert und von der physischen Hardware entkoppelt werden. Wie Server- sollen damit auch Netzwerkkapazitäten gepoolt, einfach verwaltet und felxibel zugeteilt werden. Auch das Netzwerk wird also "Software defined". NSX soll im vierten Quartal dieses Jahres erhältlich werden.
Gemäss Experten enthält NSX allerdings überwiegend Einzelteile, die VMware schon bisher im Angebot hatte. Ein grosser Teil davon ist laut Chris Wolf bereits in vSphere enthalten. Kunden, die nur grundlegende Netzwerkvirtualisierung benötigen, würden die entsprechenden Möglichkeiten von vSphere deshalb wohl meist genügen.
vCloud Hybrid Service
VMware hat an der VMworld auch weitere Details zu seinem geplanten Cloud-Service bekannt gegeben. Wie sich zeigt, sind die Pläne ehrgeiziger, als man aufgrund des Namens "Hybrid Service" zunächst angenommen hatte. VMware will sich nicht darauf beschränken, Kunden, die vor Ort vSphere einsetzen, zusätzliche Computing- und Storage-Kapazitäten aus der Cloud anzubieten. Zum Angebot der VMware-eigenen Rechenzentren (RZ) sollen auch virtuelle Desktops als Service gehören. Zudem unterstützt der Service unter anderem auch die Open-Source-Version der "Cloud Foundry"-Suite von Pivotal. Letzteres, so Experten, ermögliche es Kunden die VMware-Cloud auch als "Platform-as-a-Service" zu nützen, womit VMwares Hybrid Cloud auch zu einer Alternative zu Amazons Cloud-Service oder Microsofts Azure werden könnte.
Zumindest anfänglich wird VMware allerdings nur in den USA Rechenzentren für seinen Cloud-Service betreiben und konzentriert sich auch auf Cloud-Kundschaft aus Nordamerika. Die drei RZ befinden sich in Las Vegas, Santa Clara und Sterling. (hjm)

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