VoIP goes Mobile

13. Juni 2005, 16:27
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Nokia und Ericsson bauen an Lösungen, die kommerzielle IP-Telefonie mit Mobiltelefonie verknüpfen

Nokia und Ericsson bauen an Lösungen, die kommerzielle IP-Telefonie mit Mobiltelefonie verknüpfen.
IP-Telefonie (Telefonie über Datennetze) setzt sich nicht nur bei Privaten sondern auch bei Firmen immer mehr durch. Interne Telefonate und solche zwischen verschiedenen Firmenniederlassungen werden (kostenlos) auf den hauseigenen oder zugemieteten Datenleitungen geführt, während Telefonzentralen über so genannte Gateways mit dem klassischen Telefonnetz verbunden werden.
Ein Problem dabei ist, dass Handys nicht in die Firmennetze integriert sind und hohe Gebühren auch dann anfallen, wenn sich der Handy-Benützer in der Reichweite eines drahtlosen IP-Firmennetzwerks befindet.
Dem wollen Nokia wie auch Konkurrent Ericsson langfristig abhelfen. So hat Nokia ein Bündnis mit Cisco, dem Startup OnRelay und IBM Global Services angekündigt. Nokia will Technologie von Cisco einsetzen, um die eigenen Smartphones (Handys mit PDA-Fähigkeiten) zu drahtlosen IP-Clients aufzurüsten. OnRelay steuert in dem Bündnis Technologie bei, die die Telefonzentralen von Nortel, Cisco und Avay erweitern.
1,2 statt 2,53 Telefon pro Mitarbeiter
Ähnliche Versuche gibt es bei Nokia-Konkurrent Ericsson. Der Hersteller von Ausrüstungen von Telefonie-Anbietern hat in Schweden über 20'000 Mitarbeitende an 120 Standorten die im Schnitt je 2,53 Telefon-Apparate (ein Handy, ein Festnetzgerät, ein drahtloses Telefon) hatten.
Ericsson hat nach eigenen Angaben nun an allen Standorten hybride Telefonzentralen (PBX) eingerichtet, die Telefonate sowohl über IP-Datennetze wie auch über klassische Telefonnetze leiten können. Zusätzliche wurden die PBX mit einer "Mobile Extension" ausgerüstet, so dass sie mit Handys kommunizieren können. Zudem wurden die Handys mit Office-Client (E-Mail und Kalender, Synchronisierung, Sprachnachrichten) ausgerüstet.
Dadurch ist es den Schweden (immer nach eigenen Angaben) gelungen, die Anzahl der Telefonapparate pro Mitarbeitenden auf 1,2 zu reduzieren. (Christoph Hugenschmidt)

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