Volles Haus am VMware Forum 2011 in Pfäffikon

25. Mai 2011, 08:00
  • rechenzentrum
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An seiner Hausmesse hat der Virtualisierungs-Spezialist VMware den neuen "Horizon App Manager" in der Schweiz angekündigt.

An seiner Hausmesse hat der Virtualisierungs-Spezialist VMware den neuen "Horizon App Manager" vorgestellt. Ein Schweizer Launchdatum gibt es aber noch nicht.
Bei hochsommerlichen Temperaturen haben sich heute rund 600 Gäste im Seedamm Plaza zum sechsten VMware Forum in Pfäffikon, Schwyz, eingefunden. "Im Zentrum der Veranstaltung stehen die neusten Trends in Sachen Virtualisierung", wie Othmar Bienz, Director Alpine Region von VMware, erklärte. Die gute Beteiligung zeigt die Virtualisierer wieder im Aufwind. Noch 2009 – die Krise hatte auch VMware zugesetzt - musste das Forum abgesagt werden und im letzten Jahr waren nur rund 400 Teilnehmer der Einladung gefolgt. Unter den diesjährigen 24 Sponsoren figurieren nun aber viele bekannte Namen: Neben Mammuts wie CSC, Cisco, Dell, HP und Samsung sind auch lokale und kleinere Firmen wie Swisscom, Hirt Informatik, Uniq Consulting oder IT Point präsent. Ein Tag vollgestopft mit Vorträgen, die keineswegs nur von den Sponsoren gestaltet wurden, sondern auch praktische Beispiele wie die des Kantons Thurgau und des Uni-Kinderspitals beider Basel brachten.
Cloud-Applikationen sicher steuern
Als Novität wurde in einem Presse-Roundtable der "Horizon App Manager" präsentiert. Er ist bereits seit dem 17. April in den USA in der Erprobung und wird dort derzeit mit ausgewählten Kunden getestet, wie Holger Temme, VMware-Manager End User Computing Business, erklärte. Wann Horizon in Europa und damit auch in der Schweiz verfügbar sein wird, wusste in Pfäffikon aber noch niemand.
Es handele sich dabei um ein einfach zu bedienendes Portal, das Unternehmen verspricht, zunächst einmal SaaS-Anwendungen über einheitliche Benutzerverzeichnisse zu verwenden, wie Temme ausführte. Dereinst sollen darüber auch Altsysteme eingebunden werden können. Angesichts der rasanten Zunahme an mobilen Endgeräten, die immer öfter von den Nutzern in die Betriebe getragen werden, werden die Nutzer mit Horizon per Single Sign-on auf alle Cloud-Anwendungen des Unternehmens zugreifen können, skizziert man den Hintergrund. Man ist sich bei VMware darüber im Klaren, dass derzeit erst wenige Lösungen zur Verfügung stehen, ist sich aber sicher, dass hier eine rasche Änderung zu erwarten ist und immer mehr Applikationen in die Cloud wandern. Deshalb sei zu erwarten, dass die Unternehmen künftig darauf angewiesen sind, die Zugriffe auf ihre Cloud-Anwendungen sicher zu steuern, was mit Horizon möglich werde.
Einbindung x-beliebiger Endgeräte
Konkret werde über ein Identity-Management-Tool die Identität eines Benutzers mittels Verzeichnisdiensten festgestellt, um so die Verwaltung unterschiedlicher Zugriffsinformationen zu einzelnen Mitarbeitern und Applikationen in den Firmen zu lenken. Derzeit kommen dafür Microsofts Active Directory oder LDAP-kompatiblen Systemen für SaaS-Applikationen wie jene von Box.net, BroadVision, Google, salesforce.com, WebEx und Workday in Frage. Und weil die in Horizon verwendeten Passwörter hinter der Firewall liegen, standardbasierte sichere Authentifizierung integriert ist und Applikations-Provisionierung genauso wie der rollenbasierte Zugriff und ein Reporting möglich sind, soll die Lösung sehr sicher sein.
Vorerst lassen sich aber nur Cloud-basierte Anwendungen darüber managen. Doch in Zukunft, so Temme, werde man auch Legacy-Systeme einbinden können, denn Horizon sei von Anfang an als Hybrid-Modell ausgelegt worden. Zwar ist man bei VMware davon überzeugt, dass schnell immer mehr Anwendungen über irgendeine Form der Cloud bezogen werden, doch Altanwendungen würden noch lange Zeit daneben weiter bestehen. Angestrebt wird mit Horizon deshalb eine Lösung, mit der Mitarbeiter über beliebige Endgeräte auf jede Art von Anwendung und Arbeitsressource zugreifen können. Ob das über einer Private- oder Public-Cloud geschieht, soll keine Rolle mehr spielen. In den USA verlangt VMware 30 Dollar pro Anwender und Jahr für den "Horizon App Manager". (Volker Richert)

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