Von Hensch zu Mensch: Abwesenheitsmeldung

12. August 2014, 12:13
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Kolumnist Jean-Marc Hensch überbrückt die Sommerpause mit einem Ausflug in die Ergonomie der Büromatik.

Die Ferienzeit zeichnet sich dadurch aus, dass in Bundesbern sehr wenig bis nichts passiert, wofür man aus ordnungspolitischer Sicht.
Die Ferienzeit ist die Zeit der Abwesenheitsmeldungen. Und als jemand, der diesen Sommer grösstenteils UHU-Ferien macht (also "ums Huus ume"), erhalte ich im Moment solche relativ gehäuft, was meinen Forschergeist angeregt hat. Auf die Gefahr hin, in den Kompetenzbereich meines Mitkolumnisten Peter Wolf einzudringen, habe ich in den letzten Tagen eine Typologie der Abwesenheitsmeldungen entwickelt. Sie umfasst fünf Kategorien:
Der Kundenorientierte
Ihr Mail wird vom Server gelöscht und nicht weiter geleitet. Falls dann noch relevant: nach dem 15. August erneut senden.
Der Unkomplizierte
Ich bin bis am 15. August 2014, 08.30 Uhr infolge Ferienabwesenheit nicht erreichbar. Falls Sie ein Kunde sind, dessen Name mit dem Buchstaben A bis K beginnt, so steht Ihnen Frau Huber unter [email protected]_x.ch zur Verfügung (Sie hat am Mittwoch-Nachmittag frei). Falls Ihr Name mit einem Buchstaben von L bis Z beginnt, wenden Sie sich an Herrn Meili unter [email protected]_x.ch (Er ist Frühaufsteher und arbeitet jeweils bis 15.30 Uhr).
Der Genaue
Danke für Ihr Mial, melde mich nachd en Weihnachtsferin ca. am 55. Janaur 2012.
Der Bescheidene
Leider kann ich ihr Mail nicht lesen, da ich gegenwärtig mit meiner Familie in der Presidential Villa im Lemuria Resort auf den Seychellen Ferien mache. Wie gut es mir dort geht, sehen sie hier auf Instagram ((Link)).
Der Unabhängige
Danke für ihr Mail an die Regionaldirektion. Der Mail-Server unseres Konzerns erlaubt leider keine Mail-Zustellung während der Frei- oder der Ferienzeit. Wenn Sie mich trotzdem erreichen möchten, senden Sie bitte ihr Mail an [email protected]
Vielleicht fragen Sie sich, wie denn meine Abwesenheitsmeldung aussieht. Nun, ich mache gar keine. Ich hoffe doch, man weiss, dass ich meine Erreichbarkeit im Griff habe, so dass jedermann zu einem geeigneten Zeitpunkt mit einer Antwort rechnen kann. Und für wirklich dringende Fälle gibt’s ja immer noch die Combox.
Jean-Marc Hensch (55) vertritt als Geschäftsführer von Swico die Interessen der Anbieterfirmen aus den Bereichen Hardware, Software, ICT-Dienstleistungen und Unterhaltungselektronik. Er äussert als Kolumnist für inside-it.ch und inside-channels.ch seine persönliche Meinung.

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