Vor-Ort-Service kein Business mehr für die Grossen?

17. November 2006, 12:58
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EDS verkauft westeuropäische "Global Field Services" an deutsche a&o group.

EDS verkauft westeuropäische "Global Field Services" an deutsche a&o group.
Die ostdeutsche a&o group die 3000-köpfige EDS-Abteilung "Global Field Services" zu einem unbekannten Betrag. Die einstmals kleine a&o hat im März 2005 bereits die Siemens-Tochter Sinitec mit 1'100 Mitarbeitenden übernommen und mit "chirurgischen Eingriffen" (a&o-Lingo für Entlassungen) saniert. a&o ist mit heute 1'300 Mitarbeitenden auf die Erbringung von tiefpreisen IT-Dienstleistungen wie Roll-Outs, Reparaturen vor Ort und ähnlichem spezialisiert.
Die Integration der 3'000 neuen Mitarbeitenden ist "kein Problem", so a&o-Chef Michael Müller. Der Dienstleister geht gemäss Mitteilung eine langfristige Partnerschaft mit EDS ein und wird künftig Dienstleistungen für EDS, respektive deren Kunden erbringen.
Dass EDS den personalintensiven aber tiefmargigen Bereich Desktop-Services verkauft, liegt im Trend. Im Juli vor einem Jahr verkaufte beispielsweise IBM Deutschland die Abteilung "Deskside Support-Service" mit 120 Mitarbeitenden an Bechtle.
Die Vermutung liegt nahe, dass die grossen IT-Dienstleister das Vor-Ort-Geschäft abstossen, um nicht selbst Stellenabbau und Lohnkürzungen durchziehen zu müssen. (Christoph Hugenschmidt)

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