Vorsicht beim Umgang mit Google Desktop Search

15. Dezember 2004, 09:29
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E-Banking- und Login-Daten sind gefährdet.

Beim Einsatz des Google Desktop Search-Tools kann die Sicherheit beim E-Banking und ganz allgemein bei Login-Vorgängen, zum Beispiel in ein VPN, gefährdet werden, wie die Melde- und Analystenstelle Informationssicherheit (Melani) mitteilt.
Das liegt gemäss Melani daran, dass „Google Desktop Search“ und ähnliche Produkte von Blinkx, Copernic Technologies, ISYS Search Software und X1 Technologies verschiedene Files laufend indexieren. Auch sichere HTTPS-Seiten – typischerweise für Login-Seiten, Kaufvorgänge per Kreditkarte und im E-Banking benutzt – werden defaultmässig indexiert und in Suchvorgänge miteinbezogen.
Das kann vor allem problematisch ein, wenn verschiedene Leute den gleichen PC-benutzen oder ein Hacker Zugriff zum System erlangt, warnt Melani: Die Indexing-Funktion der Tools ermögliche es nämlich einem beliebigen Benutzer (oder eben einem Hacker), relativ einfach die Daten eines anderen Benutzers einzusehen. Davon seien auch Login-Informationen von Administratoren nicht ausgenommen!
Als Gegenmassnahmen empfiehlt Melani, die Indexierfunktion für sichere Webseiten bei der Installation abzuschalten, eventuell die gesamte Indexierung von Web-Seiten zu unterbinden und auf jeden Fall die Indexierung vor dem Abruf von vertraulichen Informationen zu deaktivieren.
Wie man das tun kann, lesen Sie am besten im Original bei Melani nach. (hjm)

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