Vote électronique (wieder einmal) erfolgreich getestet

12. März 2012, 10:29
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An der eidgenössischen Volksabstimmung vom vergangenen Wochenende wurden ein weiteres Mal Versuche mit E-Voting beziehungsweise "Vote électronique" durchgeführt.

An der eidgenössischen Volksabstimmung vom vergangenen Wochenende wurden ein weiteres Mal Versuche mit E-Voting beziehungsweise "Vote électronique" durchgeführt. Rund 116'000 Stimmberechtigte, davon etwas über 50'000 Auslandschweizer, hatte dieses Mal die Möglichkeit, ihre Stimme elektronisch über das Internet abzugeben. Rund 19'000, also etwa jeder Sechste, hat diese Möglichkeit auch genutzt.
Dabei gab es laut der Bundeskanzlei nur einen gröberen Zwischenfall: Ein Luzerner gab, (ohne dass er das beabsichtigt hätte) seine Stimme zweimal ab. Das Monitoring in Genf habe dies aber sofort erkannt und behoben, so die Bundeskanzlei, ohne dass das Stimmgeheimnis verletzt wurde. Insgesamt, so das Fazit, hätten die Versuche die Anforderungen des Bundes erfüllt.
Für die aktuelle Abstimmung konnten erstmals 48'000 Stimmberechtigte aus dem Kanton Genf ihre Stimme elektronisch abgeben. Neu hinzu kamen auch Auslandsschweizer aus dem Kanton Bern. Wie schon in früheren Tests konnten zudem die Auslandsschweizer der Kantone Luzern, Freiburg, Solothurn, Basel-Stadt, Schaffhausen, St.Gallen, Graubünden, Aargau, Thurgau, Neuenburg und Genf, die in einem der 45 Wassenaar-Staaten leben, sowie Stimmberechtigte des Kantons Neuenburg, die einen Vertrag für den "Guichet Unique" des Kantons abgeschlossen haben, mitmachen.
Die ersten Versuche mit Vote électronique wurden in der Schweiz auf Gemeindeebene bereits 2004 durchgeführt, seither gab es bereits zahlreiche Tests bei Gemeinde-, Kantons- und eidgenössischen Abstimmungen. Als Misserfolg wurde unseres Wissens nach keiner dieser Tests gewertet. (hjm)

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