VR-Präsident nennt vier Optionen für Bedag-Zukunft

12. Februar 2018, 13:28
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Kurz vor seinem Rücktritt als Verwaltungratspräsident von Bedag spricht Gregor Stücheli über die mögliche Zukunft von Bedag.

Kurz vor seinem Rücktritt als Verwaltungratspräsident von Bedag spricht Gregor Stücheli über die mögliche Zukunft von Bedag, die politischen Debatten Anlass gibt. In einem Interview mit der 'Berner Zeitung' sagt er, der VR von Bedag habe für die neue Eigentümerstrategie des Kantones vier Szenarien ausgearbeitet und zuhanden des Regierungsrates bewertet. Die Entscheidung, was mit dem IT-Dienstleister, der zu 100 Prozent dem Kanton Bern gehört, geschieht, liegt bei der Regierung. Aber man habe mit der Stellungnahme des Bedag-Verwaltungsrates eine zusätzliche Entscheidungsgrundlage geliefert, so der scheidende Verwaltungsratspräsident zur Zeitung.
Eine Möglichkeit wäre, dass Bedag wieder in die Verwaltung integriert werde, als Amt, das sich um die IT-Systeme und -Infrastruktur des Kantons kümmere. Dies sei für ihn aber undenkbar – zumindest nach heutigem Kenntnisstand. Die zweite Möglichkeit wäre das andere Ende der Skala, nämlich die vollständige Privatisierung. Gegen diese Option spreche aber, so glaubt Stücheli, dass der Kanton die Hoheit über sensible Bürgerdaten innehaben sollte.
Eine Fusion von Bedag mit einer anderen IT-Firma ist die dritte Option, die Stücheli gegenüber der 'Berner Zeitung' nennt. Als vierte Möglichkeit nennt der scheidende VRP ein Limit für den Umsatzanteil mit Dritten und zwar von 20 Prozent.
Die Finanzdirektion werde einen Antrag für die neue Eigentümerstrategie stellen. Der Bericht des Bedag-VR würde wie auch die anderen Entscheidungsgrundlagen von unabhängigen Gutachtern des Regierungsrates geprüft, erklärt Stücheli der Zeitung das weitere Vorgehen. "Im Frühling dürfte der Regierungsrat dann befinden und auch dem Grossen Rat darüber berichten", wird er zitiert.
Stücheli tritt nach vier Jahren im Verwaltungsrat, davon drei Jahre als Präsident, auf die Generalversammlung im Frühling 2018 zurück. Nachfolger wird Adrian Bieri, Generalsekretär der Finanzdirektion des Kantons Bern. Als Folge der Wahl wird er als Generalsekretär zurücktreten. (kjo)

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