VTX Telecom will eigenen Glasfaser-Backbone bauen

31. Mai 2021, 13:22
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CEO Yves Pitton erklärte uns, wie VTX dabei vorgehen will.

VTX Telecom ist Anfang dieses Jahres von der französischen Unternehmensgruppe Celeste übernommen worden.  Mit dem grossen Mutterunternehmen im Rücken verfolgt der Provider nun ehrgeizige Pläne. VTX hat das neue Tochterunternehmen VTX Fibre gegründet, und dieses soll hierzulande ein eigenes Glasfasernetz bauen. Wie uns der CEO von VTX, Yves Pitton, erklärte, geht es dabei keineswegs nur um eigene Glasfasern für die letzte Meile zu den Kundenanschlüssen. VTX, so Pitton, wolle ein komplett eigenes Glasfasernetz. Später einmal könnte man dieses Netz auch für andere Provider öffnen.
Die Zielkundschaft von VTX Telecom sind Unternehmen aus dem KMU-Bereich. Der Grund dafür, ein eigenes Netz anzustreben, sei, dass VTX die volle Kontrolle über den gesamten Technologie-Stack haben wolle, so Pitton gegenüber inside-channels.ch: "Wir sind halt gerne anders." Eigene Gräben ausheben, um seine Glasfasern zu verlegen, werde man allerdings nicht. Laut Pitton ist stattdessen geplant, Glasfaserkabel durch bestehende Kanalisations-Kanäle zu verlegen.

Zuerst eigene Kunden, später auch Wholesale-Partner im Visier

Der VTX-Backbone, so Pitton, werde proaktiv gebaut. Die Anfangsinvestitionen sollen 20 bis 30 Millionen Franken betragen. Das Verlegen der Leitungen bis zu den Endkunden erfolge dann auf Anfrage. Dabei wolle VTX diesen Kunden ein durchaus "aggressives Pricing" anbieten, sagte uns Pitton. Im Juni soll der Glasfaserbau in Lausanne, Bern, Basel und Zürich beginnen. Das Ziel sei es, vor Ende 2021 potenziell 50% der Schweizer KMU mit über 10 Mitarbeitern den Zugang zum neuen Netz von VTX Fibre zu ermöglichen. Andere Regionen wie das Tessin, Wallis und die Ballungsräume Winterthur und St. Gallen werden laut dem Provider zurzeit im Hinblick auf eine zukünftige Erschliessung in den Jahren 2022 und 2023 geprüft,
Zuerst gehe es VTX vor allem darum, eigene Kunden im KMU-Bereich zu akquirieren, erklärte uns Pitton des Weiteren. Mit der Zeit werde man das Netz aber wohl auch für andere Provider als Partner öffnen. Erste Anfragen diesbezüglich gebe es bereits. Mit der Zeit, so hofft Pitton, werde das VTX-Netz mit einer zunehmenden Kundenzahl auch immer engmaschiger werden, und dies wiederum werde es auch für Wholesale-Partner attraktiver machen.

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